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SER beantragt Insolvenz

04.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die SER Systems AG, Neuwied, hat heute Insolvenzantrag gestellt. In der diesbezüglichen Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, am 12. Juni 2002 habe der damalige Alleinvorstand [Gert Reinhardt, Anm. d. Red.] das US-amerikanische Geschäft der Gesellschaft veräußert. Die Käufer habe man aufgefordert, die ohne Rücksicht auf ihre Liquiditätslage vertraglich fixierten Kaufpreisfälligkeiten wenigstens zum Teil vorzuverlegen. Inzwischen sei mit Sicherheit davon auszugehen, dass der Käufer diesem Verlangen nicht entsprechen werde. Die Wirksamkeit der Kaufverträge werde von verschiedenen Seiten in Zweifel gezogen.

SERs kreditgebende Banken hätten daher am Dienstag den bestehenden Pool-Vertrag gekündigt, zugleich habe eine der Poolbanken ihre Kreditlinien mit Wirkung zum 15.07.2002 gekündigt. Die Geschäftsführungen der SER Systems AG und der SER SoftTech GmbH (vormals SER Technology Deutschland GmbH) seien daher verpflichtet gewesen, heute die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen.

Detaillierte Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen finden sie in unserem Bericht vom 21. Juni. Eine ausführlichere Berichterstattung folgt. (tc)