Webcast-Reihe

Risiko illegale Software

29.03.2018
Anzeige  Die Nutzung illegaler Software birgt Haftungsrisiken. Ein Webcast klärt IT-Entscheider auf.
Die Nutzung illegaler Software ist kein Kavaliersdelikt.
Die Nutzung illegaler Software ist kein Kavaliersdelikt.
Foto: silvabom - shutterstock.com

Mehr als ein Kavaliersdelikt: die Die Nutzung illegaler Software bringt Haftungsrisiken mit sich. Was IT-Entscheider wissen müssen, erklärt ein Webcast.

Als probates Gegenmittel bietet sich ein Software Asset Management (SAM) an - wenn der CIO das Thema richtig angeht. Georg Herrnleben, Senior Director Compliance Programs and External Affairs EMEA bei BSA The Software Alliance, und Rechtsanwalt Dr. Oliver Wolff-Rojczyk, zeigen auf, wie IT-Entscheider das Risiko Software-Piraterie mindern können. Außerdem geht es um Microsofts Aktivitäten zur Unterstützung von Anwenderfirmen. Fachjournalist Thomas Hafen (Computerwoche und ChannelPartner-Magazin) moderiert. Der Webcast bildet den zweiten Teil einer Serie, die am 21. März startete.

Mehr als jedes fünfte Software-Programm in Deutschland ist nicht richtig lizenziert

Herrnleben steigt mit ein paar Zahlen in die Diskussion ein. Die BSA führt eigene Studien dazu durch, laut denen Deutschland hat eine Software-Piraterie-Rate von 22 Prozent aufweist. Das heißt, mehr als ein Fünftel der Software-Programme sind nicht richtig lizenziert. Das entspricht einem Schaden von rund 1,7 Milliarden US-Dollar.

"Und woher kommt das? Ich kaufe meinen Firmenwagen ja auch nicht beim Schwarzhändler", fragt Moderator Hafen. Dazu Herrnleben: "Das möchte man meinen! Schließlich sind Geschäftsführer und Vorstände dazu verpflichtet, Haftungsrisiken für ihr Unternehmen zu vermeiden." Wie die BSA beobachtet, beginnen die Probleme oft schon bei der Beschaffung. "Computer sind schnell gekauft, doch wenn es darum geht, diese mit Software auszustatten, kommt von der Firmenleitung oft die Direktive, das dürfe nichts kosten", berichtet der BSA-Vertreter. Sogar in der öffentlichen Verwaltung komme das vor.

Dabei ist es natürlich nicht verboten, "nackte PCs", also Computer ohne Betriebssystem zu kaufen. "Es kann ja auch sein, dass es im Unternehmen Lizenzen geben, die noch frei sind", weiß Herrnleben. Nur sehe das faktisch meist anders aus. Hier hakt Rechtsanwalt Wolff-Rojczyk ein. "Es gibt auch das Phänomen, dass Anbieter Rechner anbieten, die vorinstalliert sind, aber die Software ist nicht richtig lizenziert", fügt er hinzu. Dann glaube der Kunde, er erhalte neue Software. "Der Product Key kann aber schon hundert- oder sogar tausendfach verwendet worden sein", so die Erfahrung des Juristen. Microsoft stellt ein Team bereit, dass Unternehmen in solchen Fragen berät.

IT-Verantwortliche können in juristische Schwierigkeiten geraten

Und wie fliegen Unternehmen, die sich vorsätzlich falsch verhalten, eigentlich auf? Zum Beispiel durch IT-Mitarbeiter, die ihre Geschäftsleitung mehrfach auf Unkorrektheiten aufmerksam gemacht haben, aber zurückgewiesen worden sind, weiß Herrnleben. Schließlich kann sich der IT-Entscheider unter Umständen selbst in juristische Schwierigkeiten bringen - verständlich, dass er das vermeiden will.

Schaltet sich die BSA ein, kann der eine oder andere Fall "auf dem kleinen Dienstweg" geregelt werden - manchmal aber muss die BSA den Staatsanwalt einschalten. "Hier können hohe Schadensersatzforderungen fällig werden und im schlimmsten Fall strafrechtliche Konsequenzen", erklärt Wolff-Rojczyk.

Doch das ist nicht das Ziel der BSA. Vielmehr ist die Organisation daran interessiert, dass die Unternehmen ein gutes Software-Asset-Management umsetzen. Er kennt auch Fälle, in denen Firmen überlizenziert sind, ohne es zu wissen. In solchen Fällen senkt SAM Kosten. Herrnleben: Das ist kein Nischen-Thema mehr!"

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Malware und illegaler Software

Wolff-Rojczyk führt einen weiteren Aspekt an: Der Marktforscher IDC belegt eine Korrelation zwischen der Infektion mit Malware und der Nutzung nicht lizenzierter Software. Für Cyber-Kriminelle ist illegale Software eine willkommene Möglichkeit, Malware in Umlauf zu bringen. "Es ist nicht auszuschließen, dass man sich den einen oder anderen Virus einfängt", betonte der Jurist. Insofern dient aktives Lizenz-Management auch der Prävention von Cyber-Attacken.

"Wie verändert sich dieses Thema mit der Cloud?", will Moderator Hafen wissen. Dazu Herrnleben: "Das Problem der Lizenzverstöße wird auch mit der Cloud nicht vollends verschwinden. Denn so lange es Geistiges Eigentum gibt, wird dieses auch geklaut!" Dennoch hat er ein positives Schlusswort: Cloud Computing kann Software-Management effizienter und transparenter machen.

Dieser Webcast ist der letzte Teil einer Mini-Serie über Software-Piraterie. Teil eins können Sie hier ansehen.

Hier den Webcast sehen