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Openexchange Server wird Open Source

02.08.2004

Die technische Grundlage des Messaging-Systems "Suse Linux Openexchange Server" von Novell ist ab Ende August über die Open-Source-Lizenz verfügbar. Das in Olpe beheimatete UnternehmenNetline Internet Services hat seinen "Open-Xchange Server", den Novell unter eigenem Markennamen vertreibt, unter den Bestimmungen der GNU General Public License freigeben. Das amerikanische Softwarehaus, seit der Übernahme von Suse selbst ein Open-Source-Player, unterstützt diesen Schritt, berichtet der Brancheninformationsdienst "Computerwire".

Nach Angaben von Netline-Chef Frank Hoberg soll die Messaging-Software ähnlich wie MySQL über zwei Lizenzmodelle angeboten werden. Die Datenbanksoftware ist sowohl als kostenlose Variante für jedermann als auch als kommerzielles Produkt erhältlich, etwa für Reseller. Letzteres kommt für Firmen zum Tragen, die ihre auf MySQL aufsetzende Software nicht als Open-Source zur Verfügung stellen möchten. Genau dies sieht aber die Open-Source-Lizenz vor. Zudem wird Netline im kostenpflichtigen Produkt Zusatzfunktionen anbieten. Dazu zählen Im- und Exportfunktionen und eine verbesserte Anbindung von Windows-Clients.

Novell wird den Openexchange Server auch weiterhin anbieten, parallel zum hauseigenen "Groupwise", das sich eher an das Highend richtet. Laut Hoberg vermarkten die Amerikaner ihre Software gemeinsam mit den eigenen Infrastrukturlösungen, während sein Unternehmen einen Stand-alone-Server für Messaging offeriert. Das Novell- beziehungsweise Netline-Produkt ist eine Linux-basierende Alternative zu Microsofts "Exchange Server". (fn)