Zur Konvergenz per WLAN

Mobile Communications ist mehr als nur E-Mail

03.03.2010
Von Jörg Kracke
Noch steckt die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk in den Kinderschuhen. Doch die Grundlagen für die Mobilisierung von Daten und Sprache lassen sich heute legen

Der Zugriff auf den Unternehmenskalender oder die E-Mail mit mobilen Endgeräten zählt für viele Business-Anwender bereits zum beruflichen Alltag. Push-Mail-Techniken, wie sie Microsoft oder RIM mit dem Blackberry offerieren, haben dies ermöglicht. Doch moderne Smartphones mit eingebauter WLAN-Funktionalität bieten weit mehr Möglichkeiten zur Konvergenz in der Jackentasche.

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Moderne Smartphones sind das mobile Büro in der Westentasche..
Moderne Smartphones sind das mobile Büro in der Westentasche..
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Diese Optionen zeigen sich vor allem, wenn Unternehmen im Zuge ihrer Unified-Communications-Strategie ein einziges Repository für Messaging-Medien wie Office-Mail, E-Mail oder Fax einführen. Auf diese Nachrichten können die Anwender dann unabhängig von ihrem Aufenthaltsort Ort mit vielen unterschiedlichen Endgeräten zugreifen. Beispielsweise können E-Mails einfach "gehört" werden, indem Text-to-Speech-Engines die entsprechenden Nachrichten vorlesen.

Ein anderer Aspekt betrifft die Erreichbarkeit innerhalb des Unternehmens. Mobiltelefone, die Voice over Wifi (VoWi-Fi) unterstützen, können mittlerweile mit Hilfe von Standards wie dem Session Initiation Protocol (SIP) in das IP-Telefonsystem eines Unternehmens eingebunden werden. Entfernt sich ein Anwender in diesem Szenario von seinem Arbeitsplatz und bewegt sich innerhalb des Unternehmens-WLAN, so ist er weiter unter seiner Bürodurchwahl auf dem Handy erreichbar, da dieses per WLAN eine private SIP-Session aufbaut.

Sogar unterwegs ist über WLAN-Hotspots eine ähnliche Funktion realisierbar, wenn das Unternehmen einen SIP-Session-Boarder-Controller wie das "3Com VCX Telecommuter Module" einsetzt. Hat sich ein WLAN-Handy einmal am Session-Controller angemeldet, so werden unter der Büronummer eingehende Gespräche automatisch auf das Mobiltelefon weitergeroutet. Weil die Weiterleitung über das Internet erfolgt, gehen Unternehmen mit dieser Verknüpfung von Festnetz und Mobilnetz auch kein Kostenrisiko ein.

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