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Microsoft und Ebay schmieden Netzallianz

12.03.2001
Das am Freitag noch heftig abgestürzte Internet-Auktionhaus Ebay tut sich mit Microsoft zusammen. Beide Unternehmen wollen ihre Internet-Services miteinander verknüpfen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am vergangenen Freitag waren die Aktien des Internet-Auktionshauses Ebay noch um 13 Prozent abgestürzt, nachdem die Lehman-Brothers-Analystin Holly Becker in ihrem Bericht "The good, the bad and the ugly" ein düsteres Bild von der Zukunft der Company gemalt hatte. Heute dürfte sich das bereits wieder umkehren: Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge wird Ebay heute eine strategische Allianz mit Microsoft bekannt geben. Deren Ziel sei die Integration der Internet-Services beider Unternehmen, heißt es. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

Technisch gründet die Allianz teilweise auf dem Projekt "Ebay API" (Computerwoche online berichtete), in dessen Rahmen Ebay externe Schnittstellen zu seinem System, gleichsam ein "Betriebssystem für den E-Commerce" schaffen will. Dabei greift die Company nun auf Techniken zurück, die Microsoft im Rahmen seiner .NET-Initiative entwickelt. Unter anderem will sich Ebay so neue Endgeräte und damit Kundenkreise erobern. Darüber hinaus wird der Auktionsanbieter auch Microsofts Single-Sign-on-System "Passport" übernehmen und einige Web-Server unter Windows 2000 installieren (auch wenn das Backend-System weiterhin wie gehabt vor allem auf Sun-Servern läuft). Microsoft darf im Gegenzug die Ebay-Auktionen in seine Websites - u.a. MSN, bCentral, WebTV, Carpoint

- einbauen. Zusammengenommen versammeln die Internet-Präsenzen der Gates-Company inzwischen die weltweit meisten Abrufe.