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Microsoft gibt Ausblick auf Windows Server 2003 R2

27.05.2004

Auf der TechEd in San Diego demonstrierte Microsoft einige der geplanten Neuerungen für das Release 2 des Windows Server 2003. Dazu zählt die Version 2 der "File Replication Services" (FRS), die nun besonders auf den Datenabgleich zwischen Firmenzentrale und Niederlassungen abgestimmt sind. Zu diesem Zweck bringt das zukünftige Release eine Technologie namens "Remote Differential Compression" mit. Sie tauscht nur die Unterschiede zwischen Dateiversionen aus und produziert damit weniger Transfervolumen als bisher, wo geänderte Dateien in ihrer Gesamtheit übertragen werden.

Ebenfalls der Anbindung von Filialen oder Außendienstmitarbeitern kommt "Anywhere Access" entgegen. Damit erhalten Anwender Zugriff auf E-Mail und andere Dienste, ohne dass dafür ein Virtual Private Network (VPN) eingerichtet werden muss.

In punkto Sicherheit wird das Release 2 die Möglichkeit zur automatischen Inspektion und Isolierung von Clients bieten. Wenn ein PC definierbare Konfigurations- oder Sicherheitsrichtlinien nicht erfüllt - etwa keinen aktuellen Virescanner installiert hat -, dann kann ihm der Zugang zum Netzwerk verweigert werden.

Schließlich plant Microsoft noch die Integration der "Active Directory Federation Services", die unter dem Codenamen "Trustbridge" bereits für 2003 angekündigt wurden. Es handelt sich dabei um einen Dienst zum Austausch von Identitäten über Firmengrenzen hinweg. Damit können Unternehmen den Mitarbeitern ihrer Partner den Zugriff auf bestimmte IT-Ressourcen einräumen.

Das Release 2 des Windows Server 2003 soll die Zeit bis zum Erscheinen des kürzlich angekündigten "Longhorn"-Server überbrücken. Dieser ist für 2007 geplant. R2 befindet sich derzeit noch nicht im Betastadium, aber Microsoft möchte ihn im nächsten Jahr auf den Markt bringen. (ws)