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Microsoft bessert bei Software Assurance nach

28.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Durch zusätzliche Features will Microsoft ab dem kommenden September die im Jahr 2001 zusammen mit dem neuen Lizenzmodell "Licensing 6.0" angekündigte und im vergangenen Herbst eingeführte "Software Assurance" für seine Kunden attraktiver gestalten. Vorgesehen sind unter anderem Zugriffsrechte auf Technet-Inhalte, Trainings-Gutscheine, Deployment-Tools und Support per Telefon (für "Enterprise"-Server-Anwender) beziehungsweise E-Mail. Office sollen Firmennutzer außerdem künftig auch zuhause verwenden dürfen (dazu müssen allerdings spezielle CDs beim Hersteller geordert werden), ferner erhalten sie Rabatte beim Kauf anderer Produkte wie Windows XP oder "Money".

"Wir reagieren damit auf unsere Kunden, die für Software Assurance einen Mehrwert forderten", erklärte Rebecca LaBrunerie, die weltweit für Licensing and Pricing zuständige Produkt-Managerin. "Wir haben unsere Lektion mit Licensing 6.0 gelernt." "Microsoft versucht, die Akzeptanz für Software Assurance zu steigern", kommentiert IDC-Analyst Steve McHale. "Dazu musste der Hersteller das Paket aufwerten." Gartner-Kollege Alvin Park ergänzt, bislang hätten Microsofts Wettbewerber ihre Software-Maintenance-Programme nicht nur günstiger angeboten, sondern speziell in puncto Support auch mehr geboten.

Bis dato beinhaltet Software Assurance lediglich das Recht, die jeweils aktuellste Version der lizenzierten Microsoft-Produkte einzusetzen. In "Enterprise"-Lizenzverträgen ist dies Standard, "Open"- und "Select"-Kunden zahlen dafür 25 bis 29 Prozent Aufpreis abhängig davon, ob es um Server- oder Desktopsoftware geht. (tc)