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Mehr Details zu Fujitsus Itanium-Servern

17.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bereits im Februar berichteten wir über Pläne des japanischen Computerbauers Fujitsu, im April neue Highend-Server mit Itanium-2-Prozessoren von Intel herauszubringen. Inzwischen sind weitere Details durchgesickert. Demnach werden die neuen "PrimeQuest"-Maschinen am 5. April in San Francisco der Presse präsentiert.

Im Rahmen seiner "Primergy"-Familie hat Fujitsu, in Europa mit Siemens im Joint-Venture Fujitsu Siemens Computers (FSC) verbandelt, bereits Itanium-Server mit bis zu vier Prozessoren im Angebot. Die PrimeQuest-Server dagegen sollen mit acht bis 64 CPUs bestückt sein. Zum Start soll den "PrimeQuest 440" mit bis zu 16 Prozessoren und 512 GB Hauptspeicher und den "PrimeQuest 480" mit maximal 32 Itanium-2s und 1024 GB Arbeitsspeicher gegeben. Beide werden anfänglich mit den 1,5 oder 1,6 Gigahertz schnellen Versionen des "Madison 9M" bestückt und laufen mit Windows oder Linux als Betriebssystem.

Ohne die genannten Details zu bestätigen, erklärte Fujitsus Senior Product Manager Jon Rodriguez: "Es gibt auf der Linux-Seite des Geschäfts eine Menge Potenzial, und wir wollen Vorreiter dabei sein, geschäftskritische Features in Linux-Umgebungen einzuführen." Die PrimeQuest-Server wurden von rund 100 Ingenieuren in Japan entwickelt, wo Fujitsu auch seine Sparc64-basierenden "PrimePower"-Maschinen designt.

Rodrigues zufolge lassen sich die kommenden Highend-Server in bis zu 16 Partitionen aufteilen, von denen jede sich wie ein separater Server verwalten lässt. Fujitsu hab für die neuen Maschinen eine Reihe von Hochverfügbarkeits-Features sowie eine eigene "Crossbar"-Technik zur Verbindung der Prozessoren innerhalb eines Systems entwickelt. Eine 64-Wege-Itanium-Maschine soll ebenfalls noch in diesem Jahr herauskommen. (tc)