RFID-Reichweiten erhöhen

Lüftungsschächte übertragen Funksignal

20.08.2010
Von pte pte
Wie Forscher an der North Carolina State University (NC State) gezeigt haben, bringen es die Signale von RFID-Chips in Leitungsschächten auf deutlich höhere Reichweiten.

Die Rohrleitungen von Heiz- Lüftungs- und Klimaanlagen können nach Untersuchungen an der North Carolina State University (NC State) als günstige Lösung für die Verbindung von gebäudeinternen Sensornetzwerken herhalten. Somit werden beispielsweise Rauchmelde- oder Klimakontrollsysteme auf RFID-Basis denkbar, die ohne teure Verkabelung auskommen. Allerdings ist die Frage, ob diese Form der Vernetzung wirklich sicher ist.

RFID-Transponder
RFID-Transponder
Foto: Informationsforum RFID

Die Forscher haben sich speziell mit UHF-RFID-Systemen (Ultra-Gigh Frequency) befasst. Normalerweise kann ein RFID-Reader das Signal entsprechender Chips nur in fünf bis zehn Metern Entfernung empfangen. Mit den Rohrleitungen aber konnten die Wissenschaftler die Reichweite auf 30 Meter steigern. "Die Signale breiten sich mit geringem Verlust aus, wenn der Durchmesser der Leitungen einen gewissen Mindestwert überschreitet", erklärt Daniel Stancil, Leiter des Instituts für Elektro- und Computertechnik an der NC State, gegenüber pressetext. Bei gängigen Lüftungssystemen ist das auch in Europa der Fall.

Eine Klimaanlage könnte daher beispielsweise auf fest verkabelte Thermometer für die Steuerung verzichten. Stattdessen wäre möglich, Temperatursensoren auf RFID-Basis zu nutzen, die ihre Daten einfach durch die Rohre der Anlage an die Steuerzentrale senden. Analog dazu ist denkbar, beispielsweise RFID-Chips zum Nachweis von Schadstoffen oder für Gesundheits-Monitoring-Systeme via Lüftungssystem zu vernetzen.

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