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Lotusphere: IBM kündigt diverse Neuheiten an

28.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBMs Lotus Software Group hat die Hausmesse Lotusphere in Orlando, Florida, gestern mit der Ankündigung zahlreicher Neuheiten eröffnet. Ganz oben auf der Liste steht ein neues, noch namenloses E-Mail-System, das auf das untere Ende des Unternehmensmarkts zielt und unterhalb der voll ausgestatteten Messaging-Suite Notes aufgehängt ist. Die neue Lösung basiert auf Java und greift in vielen Bereichen auf das IBM-Portfolio (DB2, Portal-Framework, mobiler Zugriff) zurück. Das System befindet sich gegenwärtig in der Betaphase und soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen. Vice President Ken Bisconti schätzt, dass der Preis mit fünf bis zehn Dollar pro Nutzer und Monat auf dem Niveau vergleichbarer Lösungen liegen dürfte.

Mehr oder weniger Nachfolger der bisherigen E-Learning-Lösung "Learningspace" - diese bleibt vorerst weiter im Programm - wird das neue "IBM Lotus Learning Management System", das als End-to-end-Plattform mit einer Reihe von Content-Delivery- und -Management-Möglichkeiten und Schnittstellen zu anderen Unternehmensanwendungen wie ERP, CRM oder HR positioniert ist. Die Software unterstützt IBMs pSeries unter AIX, Intel-Server unter Windows NT/2000 und Linux sowie Sun Solaris. Als Datenbanken kommen DB2, Oracle und SQL Server in Frage. Die englischsprachige Ausführung erscheint im Februar, lokalisierte Versionen folgen in den folgenden Monaten. Der Preis beträgt um die 60 Dollar pro Nutzer.

In Sachen weiterer Integration zwischen Lotus- und klassischen IBM-Produkten soll Big Blues "Websphere Portal" um neue Collaboration-Features auf Basis von Lotus-Technik erweitert werden. Dabei geht es unter anderem um die Einbindung von Firmenverzeichnissen und Organigrammen, Kontaktaufnahme via Instant Messaging und gemeinsam genutzte Workplaces.

Des weiteren gibt es demnächst ein "IBM Lotus Domino Toolkit for Websphere Studio" kostenlos zum Download (eine Beta ist bereits erhältlich). Entwickler, die das IDE von IBM verwenden, sollen mithilfe dieser Software leichter Domino-Features in ihre Anwendungen integrieren können.

Last, but not least kündigte IBM für das dritte Quartal 2003 die neue Version 3 seiner mobilen Instant-Messaging-Software "Sametime Everyplace" an. Aktuell funktioniert diese nur mit Handys, das neue Release bringt erstmals Unterstützung für Handhelds mit Pocket-PC- und Palm-OS-Betriebssystem. (tc)