Windows 10

Leistungsstarker Ersatz für den bordeigenen Task-Manager

16.09.2019
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Der in Windows integrierte Task-Manager wurde zwar mit jedem neuen Release erweitert. Dennoch fehlen ihm einige Funktionen oder sie sind auf separate Anwendungen, wie den Ressourcenmonitor, verteilt. Zudem sind die Informationen teilweise schlecht aufbereitet, so dass selbst Experten damit nicht sofort etwas anfangen können.

Die Alternative

Als Alternative bietet sich der kostenlose MiTeC Task Manager DeLuxe an. Das englischsprachige Windows-Utility ist für den privaten Gebrauch kostenlos erhältlich und lässt sich portabel nutzen, das heißt, eine Installation entfällt. Einfach das Tool von der Hersteller-Webseite in der 32- oder 64-Bit-Variante downloaden, entpacken und die ausführbare Programmdatei starten.

Bessere Übersicht

Die alternative Verwaltungssoftware beherrscht alle Funktionen des Originals, zeigt aber zum Beispiel zusätzlich die gerade im Zugriff befindlichen Dateien an oder kann die Netzwerkverbindungen einzelner Programme überwachen. Sogar eine Übersicht der verbauten Hardware ist enthalten.

Die Registerkarten

Die grundlegenden Informationen organisiert der MiTeC Task Manager auf acht Registerkarten. Unter Processes finden sich alle laufenden Prozesse als Tabelle mit Namen, PID, CPU-Auslastung und kurzer Beschreibung. Die standardmäßige Baumansicht lässt sich über das Kontextmenü und die Layout-Optionen deaktivieren. Ebenfalls über das Kontextmenü und den Befehl Monitor können Sie einzelne Prozesse detailliert betrachten, um etwa die Ressourcennutzung in Echtzeit zu beobachten. Die gleiche Funktionalität steht für den Tab Services (Dienste) zur Verfügung.

Unter dem Register Sessions können Sie sehen, wer eine Sitzung auf Ihrem Rechner geöffnet hat und dem User bei Bedarf eine Meldung schicken. Natürlich lässt sich die Fremd-Session mit wenigen Mausklicks auch terminieren.

Die Kategorie Autoruns führt alle Programme auf, die auf eine der mittlerweile kaum noch überschaubaren Arten unter Windows gestartet werden, etwa per Registry-Eintrag oder Aufgabenplanung. Allerdings lassen sich selektierte Einträge nicht deaktivieren, sondern nur komplett entfernen. Hier sollte man also besser genau wissen, was man macht, sonst kann ein nicht mehr startendes Windows die Folge sein.

Wenn Sie wissen möchten, welche Netzwerkschnittstellen es auf Ihrem PC gibt, empfiehlt sich ein Blick auf den Network-Tab. Unter General finden Sie die physischen und virtuellen Interfaces samt Namen, IP- und MAC-Adresse sowie Geschwindigkeit. Um einiges spannender sind die Angaben unter Connections. Diese geben Auskunft, welche Netzwerkverbindungen die laufenden Prozesse aufgebaut haben und mit welcher Gegenstelle sie Informationen austauschen.

Wenig spektakulär sind hingegen die Tabs Disk I/O und Performance. Hierunter listet das Tool in grafischer Form I/O-Operationen sowie Schreib- und Lesevorgänge auf dem Datenträger auf. Immerhin lassen sich Peaks recht gut erkennen.

Eine gute, knappe Übersicht über die verbaute Hardware sowie Angaben zum installierten Betriebssystem bietet die Registerkarte System. Eine Übernahme der aufgeführten Angaben gelingt aber nur über die Zwischenablage, eine direkte Möglichkeit der Druckausgabe fehlt.

Weitere Informationen

Weitere nützliche Funktionen sind etwas versteckt platziert. Um sie zu sehen, klicken Sie über der Registerkarte Processes auf den Pfeil neben dem Computer-Icon. Hierüber lassen sich einerseits Windows-eigene Helfer erreichen, etwa die Ereignisanzeige, aber auch dem MiTeC Task Manager DeLuxe vorbehaltene Features, wie eine Übersicht der geöffneten und gesperrten Dateien. (jd)