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KDE erneuert Linux-Desktop

04.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das KDE-Projekt (K Desktop Environment) hat die Version 3.2 ihrer grafischen Benutzerführung für Linux herausgebracht. Neben Leistungssteigerungen versprechen die Entwickler die erweiterte Unterstützung für Standards von Freedesktop.org, die für eine verbesserte Interoperabilität mit anderen Linux-Applikationen sorgen soll. Zudem wurden Fehler der Vorversion 3.1.5 bereinigt, heiß es bei KDE.

Des Weiteren wurde das Paket um neue Anwendungen ergänzt. Dazu zählt unter anderem der Audio-Player "JuK", der Instant-Messaging-Client "Kopete" und die Passwortverwaltung "Kwallet". E-Mail- Kalender- und Adressbuchfunktionen sind nun in "Kontact zusammengefasst. Daten lassen sich via "KPpg" verschlüsseln. Der Browser und Datei-Manager "Konqueror" bietet nun ähnlich wie Mozilla "Tabbed Browsing", über das sich mehrere Internet-Seiten oder Verzeichnisse über Reiter in einem Browser-Fenster ansteuern lassen. KDE 3.2 unterstützt zudem das RDP-Protokoll (Remote Desktop Protocol) von Microsoft, auf dem auch die Remote-Desktop-Funktionen von Windows XP basieren.

Softwareentwickler bekommen eine erweiterte API-Dokumentation (Application Programming Interface). Nutzen lassen sich die Programmier- und Script-Sprachen ECMAScript, Python, Java und Ruby. Erneuert wurden die IDE (Integrated Development Environment) "KDevelop" und die Web-Entwicklungs-Suite "Quanta".

KDE 3.2 steht in vorkompilierten Versionen für unterschiedliche Linux-Distributionen von Suse (unter anderem 8.2 und 9.0), Red Hat (Fedora Core 1), Debian und Connectiva sowie im Quelltext zur Verfügung. (lex)