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John Thompson, Symantec: "Nur durch den Wettbewerb werden wir besser"

11.10.2005
Mit John Thompson, CEO von Symantec, sprach CW-Redakteur Martin Seiler über Microsoft als Konkurrent im Security-Markt.

CW: Ihre öffentliche Kritik an Microsoft im vergangenen Frühjahr erregte einiges Aufsehen. Wie ernst waren Ihre Angriffe gemeint? THOMPSON: Ich habe Microsoft nicht angegriffen.

CW: Sie haben gesagt, durch Dinge wie Spielesoftware sei Microsoft zu abgelenkt, um sich auf IT-Sicherheit konzentrieren zu können. Außerdem sei das Unternehmen "genetisch bedingt nicht in der Lage, plattformübergreifende Lösungen anzubieten". THOMPSON: Stimmt, das habe ich gesagt. Microsoft ist eben eine Windows-Company. In diesem Bereich sind sie gut. Das reicht aber nicht aus. Sicherheit muss immer über mehrere Plattformen hinweg funktionieren. Zeigen Sie mir ein großes Unternehmen, das eine reine Microsoft-Umgebung einsetzt. Das mag vielleicht auf dem Desktop vorkommen - bei den meisten großen Anwendern finden Sie jedoch eine Kombination aus Windows- und Unix-Systemen sowie in zunehmendem Maß Linux. Wir bedienen alle diese Plattformen, das ist unser Alleinstellungsmerkmal. Microsoft kann das nicht. Aber das heißt deswegen nicht, dass ich auf Microsoft eingeschlagen habe.

CW: So haben das aber einige Leute gesehen. Manch einer dachte vielleicht: "Endlich sagt mal einer offen, wie es ist." THOMPSON: Nun, ich habe nichts gesagt, was nicht stimmt.

CW: Glauben Sie, dass Microsoft gute Sicherheitsprodukte entwickeln kann? THOMPSON: In den letzten Jahren hat das Unternehmen einiges getan, um die Sicherheit von ... (lesen Sie bitte hier weiter)