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IT-Komponenten erhalten eine Beschreibungssprache

02.08.2006
Mit der Service Modeling Language entsteht ein Standard zur einheitlichen Darstellung einer IT-Infrastruktur.

Die wachsende Komplexität von IT-Infrastrukturen erfordert dringend Werkzeuge, mit denen sich die einzelnen Komponenten, deren Abhängigkeiten untereinander sowie die Nutzer der einzelnen Ressourcen übersichtlich darstellen und dokumentieren lassen. Solche Tools sollten zudem mit einheitlichen Methoden arbeiten, damit die Austauschbarkeit der Modelle beziehungsweise die Wiederverwendbarkeit von Ausschnitten daraus gewährleistet ist. Bislang gab es allerdings nur wenig Ansätze in dieser Richtung, einer davon war das im Jahr 2003 von Microsoft eingeführte System Definition Model (SDM). Dabei handelt es sich um das Herzstück der auf zehn Jahre angelegten Dynamic Systems Initiative, mit der Microsoft ein umfassendes Portfolio zur Verwaltung von Windows-Systemen schaffen will.

Nun konnten die Redmonder eine ganze Reihe von Branchengrößen gewinnen, um auf der Grundlage von SDM die Service Modeling Language (SML) zu spezifizieren. Im Prinzip handelt es sich um Vorschläge für XML-Schema-Erweiterungen und -Anpassungen, die sich auf eine standardisierte Modellierung von IT-Konfigurationen beziehen. Wie bei SDM sollen sich beispielsweise funktionsbeschreibende XML-Dokumente in Applikationen oder Netzkomponenten einbetten lassen, um Administratoren den Umgang mit diesen Ressourcen zu erleichtern. Außerdem sollen sich die auf SML gestützten IT-Modelle in möglichst kleine Blöcke zerlegen lassen, die man im Rahmen von IT-Projekten bedarfsgerecht verwenden kann.

Microsoft zur Seite stehen bei der SML-Spezifikation die Firmen Bea, BMC, Cisco, Dell, EMC, Hewlett-Packard, IBM, Intel und Sun. Lediglich System-Management-Spezialist Computer Associates hüllt sich derzeit noch in Schweigen, doch in Redmond ist man zuversichtlich, dass die Teilnahme von CA nur eine Frage der Zeit ist. Bis zum Jahresende wollen die Partner einen abschließenden Entwurf der SML-Spezifikation aufgesetzt haben und diesen einem noch nicht genannten Standardisierungsgremium übergeben. Mit der Verabschiedung der Spezifikation hofft man dann im Laufe des kommenden Jahres. (ue)