KI im Spiel?

iPhone XS: Nutzer beklagen zu schöne Selfies

01.10.2018
Von Halyna Kubiv
Offenbar glättet die iPhone-Software die Haut auf den Bildern so sehr, dass die Selfies unnatürlich erscheinen.

Seit dem vergangenen Wochenende macht eine Nachricht die Runde: Anscheinend greift Apples künstliche Intelligenz zu sehr in die Fotos ein, so dass die Haut etwas heller, aber vor allem glatter und somit unnatürlicher erscheint. Dies gilt allerdings nur für Selfies unter schlechten Lichtbedingungen. Bei unseren Testfotos mit Tageslicht sind noch die Poren und Unebenheiten auf der Haut ganz gut zu sehen.

Selfie mit dem iPhone XS.
Selfie mit dem iPhone XS.

Warum solche Unterschiede bei der Bildbearbeitung zwischen dem iPhone XS und dem Vorgänger – iPhone X – bestehen, ist noch nicht klar. Auf der Hardware-Seite hat Apple bei der True-Dept-Kamera nichts geändert, darin sind die gleichen Sensoren eingebaut, auch die Auflösung bleibt die gleiche. "Macrumors" vermutet, dass Apples HDR-Algorithmen eine Ursache sein können. Bei den schlechten Lichtbedingungen wird wohl die Software versuchen, so viel Rauschen wie möglich zu beseitigen. Zu diesem Rauschen können ebenfalls Hautunreinheiten zählen, auf den Fotos ist so eine deutlich glattere, aber auch unnatürliche Haut zu sehen.

"Tomsguide" ist nochmals der Sache nachgegangen und hat eine Serie der Vergleichsbilder in der Konstellation iPhone X und iPhone XS gepostet. Leider ist keins davon unter richtig schlechter Beleuchtung aufgenommen. " 9to5mac" berichtet, Apple habe einen der Nutzer kontaktiert, der als erster das Problem angesprochen hat. Demnach untersucht man im Unternehmen die Erscheinung und sucht nach einer Lösung. (Macwelt)