Update

iOS 11.1 schließt Krack- und Jailbreak-Lücken

02.11.2017
Von Halyna Kubiv
iOS 11.1 bringt wieder neue Emojis. Zeitgleich schließt die Version die WLAN-Verschlüsselungslücke Krack.

iOS 11.1 ist das erste Update nach dem iOS 11, das richtige Veröffentlichungsnotizen von Apple verdient hat, denn nicht nur im Hintergrund hat Apple Fehler behoben, auch neue Funktionen für die Nutzer sind dabei. Am offensichtlichsten sind wohl rund 70 neue Emojis, die Apple gleich auf der Systeminfo-Seite bewirbt.

Das neue iOS 11.1 bringt nicht nur neue Emojis, sondern schließt auch einige Sicherheitslücken und entfernt Bugs.
Das neue iOS 11.1 bringt nicht nur neue Emojis, sondern schließt auch einige Sicherheitslücken und entfernt Bugs.

Auch die Liste von behobenen Fehlern ist lang: So ist zum Beispiel der Bug berichtigt, wobei die Push-Benachrichtiungen der App auf der Apple Watch nur mit einem generischen Icon erschienen sind. Der App-Umschalter mit 3D-Touch ist ebenfalls zurück. Diese Funktion war noch bis iOS 11 vorhanden, verschwand dann aber ab iOS 11. Bei den Fotos ist eine Animation glatt gezogen, wenn der Nutzer zwischen den Screenshots umblätterte. Besonders lang ist die Liste der Verbesserungen bei Voice Over, so ist die Unterstützung der mehrseitigen PDFs verbessert worden. Manches Zubehör mit den eingebauten GPS-Sensoren haben wohl ab iOS 11 ungenaue Ortungsdaten geliefert, dies ist nun auch behoben.

Akkulaufzeiten

Der Mythos besagt, dass das iOS 11.1 die Akkulaufzeiten der Geräte deutlich verbessert. Vor allem bei der ersten Version, also iOS 11, haben sich die Nutzer beklagt, das System saugt ungewöhnlich viel Strom und die Akkus werden tendentiell schneller leer.

IT-Lifecycle-Management als Katalysator der Digitalisierung

Während bei jedem größeren Umstieg viele Hintergrundprozesse durchlaufen müssen und ein paar Tage nach dem Update der Akku an seine Grenzen gebracht wird, schien es bei dem diesjährigen Update doch ein oder gleich mehrere Systemfehler zu sein, die den Akku stark beansprucht haben. In einer Stichprobe konnten wir die Aussage nicht bestätigen, dass iOS 11.1 Verbesserungen bei den Akku-Laufzeiten bringt. Auf einem Test-iPhone 6 haben wir ein Video (1080p mit 60 fps) laufen lassen, gestartet wurde dies bei der hundertprozentiger Ladung, das iPhone beendete die Videoaufnahme selbständig, als es sich komplett entlud.

Bei iOS 11.0.3 konnte unser iPhone rund 2 Stunden und 20 Minuten so filmen, bei iOS 11.1 war die Laufzeit deutlich kürzer – eine Stunde und 43 Minuten. Zugegeben, dies ist ein Extrem-Test und beim Alltagsgebrauch können die Laufzeiten der Batterie anders aussehen, aber auch eine Umfrage bei Macrumors zeigt keine eindeutigen Ergebnisse: Die meisten Teilnehmer verzeichnen ähnliche Laufzeiten wie bei iOS 11 oder iOS 11.0.3.

Sicherheit: Krack geschlossen, keine Hoffnung auf Jailbreak

Emojis und Akku hin oder her, das Update auf iOS 11.1 lohnt sich schon aus der Sicht, als dass die Version die Krack-Lücke schließt, die die WPA2-Verschlüsselung aushebeln konnte. Die Details zu der Lücke sind bereits vor zwei Wochen bekannt geworden, es haben bis jetzt keine konkreten Angriffe stattgefunden, theoretisch jedoch ist jede WLAN-Verbindung riskant.

Die Liste der behobenen Sicherheitsfehler ist noch länger als bei den neuen Funktionen. So ist ein Siri-Bug behoben: Der smarte Assistent konnte die Pushbenachrichtigungen vorlesen, obwohl das iOS-Gerät gesperrt war. Der ehemalige Jailbreaker Luca Todesco hat wohl von ihm gefundene Schwachstelle direkt an Apple berichtet, so ist die Lücke bei den ZIP-Dateien behoben worden. Mithilfe von dieser Lücke ist ihm ab iOS 9 ein Jailbreak gelungen, das Tool war jedoch nie für das breite Publikum veröffentlicht.

(Macwelt)