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HP rührt die Werbetrommel für Itanium 2

17.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer Reihe werbewirksamer Ankündigungen versucht Hewlett-Packard (HP), die Marktakzeptanz des 64-Bit-Prozessor Itanium 2 6M zu erhöhen. Die bislang unter dem Codenamen "Madison" gehandelte CPU soll gegenüber dem derzeit verfügbaren Itanium-2-Modell ("McKinley") Leistungssteigerungen zwischen 30 und 50 Prozent ermöglichen. Dies hätten eigene Tests ergeben.

Auch die Unterstützung großer Softwareanbieter für die neue Chiparchitektur wachse stetig, so ein HP-Manager. Zu Ihnen gehörten etwa Oracle und Bea Systems. Microsofts speziell auf den Itanium abgestimmte Windows-Version kommt voraussichtlich zeitgleich mit der 32-Bit-Variante von Windows 2003 Server am 24. April auf den Markt. Darüber hinaus würden auch kleinere und spezialisierte Softwarehäuser ihre Anwendungen entsprechend modifizieren, darunter Rogue Wave, Seebeyond, Tibco und Iona. Derzeit existierten rund 300 Anwendungen für den Itanium, zum Jahresende sollen es 1000 sein.

HP räumte ein, die Itanium-Prozesssoren setzten sich nur langsam bei den Kunden durch. Dies sei auch auf die schwache Akzeptanz des ersten IA-64-Chips "Merced" zurückzuführen, der die hochgesteckten Erwartungen nicht habe erfüllen können. (wh)