Fuchsia

Google verrät Details zum Android- & Chrome-Nachfolger

11.05.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Google hat Details zu seinem geheimnisvollen neuen Betriebssystem Fuchsia verraten. Dem Nachfolger von Android und Chrome OS.

Auf der Google I/O 2019hat Google einige Details zu seinem geheimnisumwitterten neuen Betriebssystem Fuchsia verraten. Fuchsia soll angeblich einmal Android und Chrome OS ersetzen und darüber hinaus neue Einsatzbereiche erobern.

Google Fuchsia soll Android ablösen.
Google Fuchsia soll Android ablösen.
Foto: Google

Das ist neu: Es war Hiroshi Lockheimer - bei Google als Senior Vice President für Android und Chrome OS verantwortlich - der etwas aus dem Nähkästchen plauderte, wie The Verge berichtet.

Google würde bei Fuchsia mit unterschiedlichen Formfaktoren arbeiten. Das kann man als Hinweis darauf verstehen, dass Fuchsia zum Beispiel auch in Smart-Home-Geräten und in Wearables sowie übergreifender formuliert im Internet of Things zum Einsatz kommen könnte. Ebenso könnte man an Geräte aus dem Bereich Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR) denken. Google würde mit der Anpassung von Fuchsia an unterschiedliche Formfaktoren experimentieren, erklärt Lockheimer.

Lockheimer zufolge wolle Google mit Fuchsia einen neuen Ansatz für ein Betriebssystem wagen. Fuchsia solle eben nicht „das neue Android“ oder „das neue Chrome OS“ werden. Sondern etwas völlig anderes, sozusagen das „state of the art“ bei den Betriebssystemen. Dinge, die Google bei Fuchsia lerne, wolle es auch in andere Produkte einfließen lassen.

Das wussten wir bereits: Fuchsia soll Open Source sein und auf allen denkbaren Arten von Geräten laufen: Smart-Home-Gadgets, Notebooks, Smartphones etc.. Fuchsia besitzt einen völlig neu aufgebauten Kernel, den Google als “zircon” bezeichnet (einst unter der Bezeichnung “magenta” entwickelt). Dabei soll es sich also nicht um den Linuxkernel handeln, der die Basis von Android und Chrome OS bildet. Tests mit Fuchsia würden bereits auf einem Pixelbook und auf Google Nest Hub (einst als Google Home Hub bezeichnet) stattfinden. Mit dem Release von Fuchsia sei aber erst in drei bis fünf Jahren zu rechnen, hieß es 2018. (PC-Welt)