Aus für Pixel Slate

Google produziert keine eigenen Tablets mehr

22.06.2019
Von 
Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Google beerdigt seine Tablet-Reihe. Das aktuelle Slate-Tablet bekommt keinen Nachfolger mehr. Das Pixelbook lebt aber weiter.

Google beerdigt seine Tablet-Reihe. Rick Osterloh, Senior Vice President von Google für den Bereich Devices und Services, bestätigte auf Twitter entsprechende Berichte von US-Medien wie Computerworld. Demnach wird Google seine Slate-Reihe einstellen und keine eigenen Tablets mehr vorstellen. Für die bereits verkauften Slate-Tablets verspricht Google aber auch weiterhin und langfristig Support. Das bedeutet: Für die Slate-Tablets stellt Google noch einige Jahre lang Software- und Sicherheits-Updates bereit.

Aus für Slate: Google produziert keine eigenen Tablets mehr
Aus für Slate: Google produziert keine eigenen Tablets mehr
Foto: Twitter

Das aktuelle Pixel Slate mit Chrome OS bekommt somit keinen Nachfolger mehr. Zwei Slate-Geräte, die laut den Medienberichten schon in der Entwicklung waren, wurden gestoppt; anscheinend konnten sie qualitativ in den ersten Tests nicht überzeugen. Diese beide gestoppten Tablets sollten kleiner als das 12,3 Zoll große Pixel Slate werden. Sie sollten irgendwann nach 2019 erscheinen. Die meisten Mitarbeiter, die bisher an den beiden neuen Tablets arbeiteten, dürften wohl zum Pixelbook-Team gestoßen sein. Denn für das Pixelbook wird ein Nachfolger erscheinen.

Google will sich Hardware-seitig stattdessen auf Chromebooks und das eigene Pixelbook konzentrieren. Also auf Notebooks mit dem Google-eigenen Betriebssystem Chrome OS. Google will aber auch weiterhin mit Hardwarepartnern bei deren Tablets kooperieren.

Kurzbeschreibung des bisherigen Pixel Slate: Chrome OS als Betriebssystem. Ein Intel-Prozessor treibt das Tablet an. Der Touchscreen mit Gorilla Glass 5 ist 12,3 Zoll groß und löst mit 2000x3000 Pixel auf. Das Gehäuse ist aus Aluminium. Zwei Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite geben den Sound aus und zwei 8-MP-Kameras stehen für Aufnahmen und Video-Telefonie bereit. Zwei USB-Typ-C-Ports sind zwar vorhanden. Außerdem gibt es den Anschluss für die Tastatur und zwei Mikrofone. Im Einschaltbutton ist der Fingerabdrucksensor verbaut. Einen SD-Kartenslot sucht man aber vergebens, ebenso fehlt ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Mit einer andockbaren Tastatur sollte das Slate sogar zum Notebook-Ersatz werden. (PC-Welt)