Android Enterprise Recommended

Google empfiehlt Business-Smartphones

24.02.2018
Von Michael Söldner und
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit einer aus aktuell 21 Smartphones bestehenden Liste will Google Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Android-Geräten helfen.

Mit dem Siegel Android Enterprise Recommended zeichnet Google Smartphones aus, die im unternehmerischen Umfeld bevorzugt Verwendung finden sollten. Um das Label zu erhalten, muss das Smartphone unter anderem mindestens Android 7 oder 8 vorweisen, Zero-Touch-Enrollment unterstützen und auch ohne SIM-Lock über den Hersteller oder einen Reseller erhältlich sein. Darüber hinaus müssen Sicherheits-Updates für mindestens drei Jahre und innerhalb von 90 Tagen angeboten werden. Die komplette Anforderungsliste finden Sie hier.

Das hauseigene Pixel 2 XL eignet sich laut Google gut für den Unternehmenseinsatz.
Das hauseigene Pixel 2 XL eignet sich laut Google gut für den Unternehmenseinsatz.
Foto: google.de

Zu den empfohlenen Smartphones gehören zwei Geräte von Blackberry, das KeyOne und das Motion. Die hauseigenen Geräte Pixel, Pixel XL, Pixel 2 und Pixel 2 XL finden ebenfalls Erwähnung unter den Empfehlungen. Der chinesische Hersteller Huawei ist mit den Geräten Mate 10, Mate 10 Pro, P10, P10 Plus und P10 Lite in der Liste vertreten. LG steuert mit dem G6 und V30 immerhin zwei Geräte bei.

Sony hat mit dem Xperia XA2, Xperia XA2 Ultra, Xperia XZ Premium, Xperia XZ1 und Xperia XZ1 Compact ebenfalls fünf geschäftstaugliche Geräte im Angebot. Nokia gehört mit dem Nokia 8 ebenfalls zu den Empfehlungen. Interessanterweise hat kein Samsung-Smartphone das Google-Siegel erhalten, obwohl Samsung-Galaxy-Geräte bei vielen Unternehmen als Defacto-Standard für den Enterprise-Einsatz gelten. Auch HTC ist nicht vertreten.

Auf Nachfrage erklärte Sean Ginevan, Head of Global Strategy & Market Enablement, Android Enterprise, man arbeite eng mit Samsung an den Gesamtanforderungen und habe die Company eingeladen, ein Launch-Partner des Programms zu werden. Samsung verfüge über eine Reihe an Technologien, die allerdings nur für Samsung-Smartphones gelten. Im Gegensatz dazu lege Android Enterprise Recommended Kriterien an, die für ein breiteres Hardware-Ökosystem gelten. Dazu zählten etwa Werkzeuge zum Massen-Rollout (Zero Touch) oder die zuverlässige Bereitstellung von Security-Patches.

Außerdem, so Ginevan, repräsentiere die aktuelle Liste nur die erste Gruppe an Partnern, die nun angekündigt wurden. Google arbeite mit weiteren OEMs in der Zukunft.

Ziel der Empfehlungsliste ist eine stärkere Verbreitung von Android-Geräten im Business-Umfeld. Aktuell greifen Unternehmen - unter anderem aufgrund von Sicherheitsbedenken - häufig zu Apple-Geräten.

(Mit Material von PC-Welt)