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Geldinstitute wollen Schadenersatz von der Bundesagentur

05.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem peinlichen Programmierfehler in der Software zur Verwaltung des Arbeitslosengeldes II (ALG II), bei dem Kontonummern der Empfänger statt mit führenden mit schließenden Nullen ergänzt worden waren (Computerwoche.de berichtete), legten vor Neujahr viele Banken und Sparkassen Sonderschichten ein, damit möglichst viele Langzeitarbeitslose ihre Unterstützung möglichst wie beantragt zu Anfang des Jahres erhielten.

Nun fordern die Geldinstitute einem Bericht der "Bild" zufolge, dass ihnen der durch die rund 1,8 Millionen manuell korrigierten Überweisungen entstandene Zusatzaufwand ersetzt wird. Dies habe eine Sprecherin des Bundesverbandes Deutscher Banken dem Blatt gegenüber bestätigt. "Bild" schreibt weiter, die Panne der Bundesagentur für Arbeit habe sich inzwischen sogar wiederholt: Zum zweiten Mal seien falsche Kontoangaben von ALG-II-Empfängern gemeldet worden. Betroffen seien etwa 10.000 Arbeitslose, die weiter auf die Überweisung der Leistungen warten müssten. (tc)