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Festplattenhersteller drehen sich im Kreis

28.05.2004

Aus Sicht der Credit Suisse First Boston ( CSFB ) steckt die Festplattenindustrie zwischen gnadenlosen Preiskämpfen und düsteren Gewinnaussichten fest. "Während die Nachfrage nach Speicherlaufwerken stabil bleibt, hat sich die Wettbewerbssituation extrem verschärft, insbesondere im Enterprise-Segment. Dies führte dazu, dass in dieser Branche im zweiten Quartal beinahe keine Gewinne erwirtschaftet werden", heißt es in einem Bericht der Investment-Bank.

CSFB bewertete die Kursentwicklung der Aktien von Maxtor und Seagate mit "Neutral", für die Papiere von Western Digital vergaben die Analysten das Rating "Outperform". Als Grund nannten die Investment-Banker den Produktfokus des Unternehmens auf PC-Festplatten. Western Digital sei damit von dem wenig aussichtreichen Enterprise-Segment abgeschottet.

Grund für die aktuellen Probleme sind - wie bereits in der Vergangenheit – Überproduktionen. Eine Reihe von Analysten, darunter John Monroe von Gartner, rechnen jedoch damit, dass der Bedarf nach Festplatten weiter wachsen wird. Laut Gartner wurden letztes Jahr 262,6 Millionen Platten verkauft, 26 Millionen davon waren für den Non-PC-Einsatz, also für die Nutzung in Geräten wie PDAs, Digitalkameras oder digitalen Videorecordern, bestimmt. 2008 sollen es bereits über 100 Millionen sein (Computerwoche.de berichtete). (mb)