Backup-Programm für Windows

FBackup - Erweiterbares Freeware-Tool zur Datensicherung

05.09.2014
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor für IDG. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Das kostenlose Tool FBackup präsentiert sich als alltagstaugliche Lösung für die Sicherung von Dateien und Ordnern. Es unterstützt alle aktuellen Windows-Versionen, führt Backups automatisiert durch und nimmt dank Plug-ins dem Anwender viel Arbeit ab. Doch einiges bietet auch Anlass zu Kritik.

Funktionalität: FBackup ist ein klassisches Backup-Programm, mit dem sich Dateien und Ordner auswählen und sichern lassen. Als Quelle kommen interne und per USB oder Firewire verbundene externe Laufwerke infrage. Als Ziel können zusätzlich auch Netzlaufwerke dienen. Nicht möglich ist eine Archivierung auf optischen Medien wie CDs oder DVDs. Ebenfalls nicht vorgesehen sind inkrementelle oder differenzielle Backups.

Die Sicherung lässt sich per Scheduler zeitgesteuert automatisieren, sodass man sich nach der einmaligen Einrichtung in der Regel nicht mehr damit befassen muss. Falls zum Zeitpunkt des Backups eine Datei von einem anderen Programm geöffnet ist, kann das Tool sie trotzdem sichern, indem es auf den in allen modernen Windows-Varianten integrierten Volume Shadow Copy Service (VSS) zurückgreift. Über bestimmte Ereignisse, die etwa zu Fehlersituationen führen, kann FBackup den Anwender benachrichtigen. Allerdings ist es nicht möglich, diese Meldungen per E-Mail weiterzuleiten, sondern sie werden nur innerhalb des Programms angezeigt und in der Protokolldatei vermerkt.

Wer bestimmte Dateien von der Sicherung ausnehmen möchte, kann dies mithilfe von Filterregeln erreichen. Standardmäßig ist zwar nur ein Filter für temporäre Dateien vorhanden, aber der Anwender kann problemlos umfangreiche neue Ein- und Ausschlussregeln anlegen. Eine Erweiterungsmöglichkeit für die Software bieten darüber hinaus verschiedene Plug-ins. Einige sind bereits fest im Tool integriert, andere stehen zum kostenlosen Download bereit. Sie dienen dazu, auf einfache Weise Einstellungen von bestimmten Programmen (etwa Firefox-Profile) oder benutzerspezifische Daten (zum Beispiel die eigenen Dokumente) in das Backup einzubeziehen.

Weniger Wert hingegen legt der Hersteller auf den Passwortschutz. Das Backup lässt sich optional verschlüsseln, allerdings nur mit dem Standard für ZIP-Dateien, der schon in die Jahre gekommen ist und mit dem modernen AES-Algorithmus nicht mithalten kann. Abstriche muss auch machen, wer die deutsche Version von FBackup nutzen will. Zwar unterstützt das Programm mehrere Sprachen, die der Anwender bereits bei der Installation auswählen kann, aber das deutsche Sprachpaket für Version 5 war zum Testzeitpunkt noch nicht fertig gestellt.

Anwenderfreundlich: Mit Klick auf den entsprechenden Button im Begrüßungs-Dialog startet ein Assistent, der den Nutzer beim Backup und Restore unterstützt.
Anwenderfreundlich: Mit Klick auf den entsprechenden Button im Begrüßungs-Dialog startet ein Assistent, der den Nutzer beim Backup und Restore unterstützt.

Installation: FBackup lässt sich wie unter Windows allgemein üblich per Assistent installieren. Dazu einfach die zirka 1 MByte große Setup-Datei von der Herstellerseite herunterladen, aufrufen und den Anweisungen folgen. Nach Abschluss der Installation kann man das Tool ohne Neustart direkt nutzen. Für die Installation ist Microsofts .NET Framework notwendig, welches vom Tool selbst bei Bedarf geladen wird.

Bedienung: Damit der Anwender sofort loslegen kann, erscheint standardmäßig bei jedem Start des Tools ein Begrüßungs-Dialog. Er enthält mit Backup und Restore die beiden am häufigsten verwendeten Befehle. Dahinter verbergen sich Assistenten, die den User Schritt für Schritt dabei unterstützen, eine Sicherung anzulegen oder wiederherzustellen. Außerdem lassen sich über die Schaltfläche Links How-to-Anleitungen und Video-Tutorials in englischer Sprache von der Herstellerseite abrufen.

Diesen Dialog kann man auch abschalten, sodass man sich unmittelbar auf der grafischen Benutzeroberfläche befindet. Dort sind die Befehle in einem Menüband untergebracht und in Kategorien gruppiert. Wenn man auf die entsprechenden Kommandos klickt, um Daten zu sichern oder zurückzuspielen, startet ebenfalls ein Assistent. In der Spalte im linken Fensterbereich lässt sich regeln, ob alle definierten Sicherungs-Jobs oder nur fehlgeschlagene bzw. ausgeführte Aufgaben angezeigt werden. Abhängig von der getroffenen Auswahl erscheinen rechts daneben die jeweiligen Job-Details in einer Tabelle.

Die Konfiguration von FBackup lässt sich auf der Registerkarte File über den Eintrag Options anpassen. An dieser Stelle ist es zum Beispiel möglich, die Frequenz für automatische Programm-Updates festzulegen oder die Sprache zu wechseln. Allerdings sind die Voreinstellungen sehr gut gewählt, sodass der Nutzer eher selten damit in Berührung kommen dürfte.

Fazit: Mit FBackup erhält man ein praktisches und zuverlässiges Tool, um einzelne Dateien und Ordner zu sichern. Besonders interessant ist die Möglichkeit, die Software mithilfe von Plug-ins um praktische Funktionen zu erweitern. Wünschenswert wären aber auf jeden Fall eine stärkere Verschlüsselung sowie die Unterstützung inkrementeller und differenzieller Backups. (hal)

FBackup

Version:

5.1

Hersteller:

Softland

Download Link:

FBackup - Download

Sprache:

Deutsch und andere

Preis:

kostenlos

System:

Windows XP / Windows Vista / Windows 7 / Windows 8, Windows Server 2003 / 2008

Alternativen:

BackUp Maker, Duplicati, Bonkey, Personal Backup