Monaco

Erster europäischer Staat mit flächendeckendem 5G

12.07.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Erster! Das Fürstentum Monaco bietet seit Dienstag eine flächendeckende 5G-Abdeckung.

Manchmal ist Kleinsein wirklich ein Vorteil: Monaco, das winzige Fürstentum an der französischen Riviera, hat bekanntgegeben, dass seit Dienstag, 9.7.2019, auf dem gesamten Staatsgebiet 5G nutzbar ist. Damit ist Monaco der erste europäische Staat mit flächendeckendem 5G-Mobilfunknetz.

Das Staatsgebiet des Fürstentums Monaco ist von überschaubarer Größe
Das Staatsgebiet des Fürstentums Monaco ist von überschaubarer Größe
Foto: Google Maps

Monaco setzt bei seinem 5G-Netz auf Huawei-Netzwerktechnik. Bei der Bekanntgabe der flächendeckenden 5G-Abdeckung war prompt Guo Ping, Vizepräsident von Huawei, anwesend. Das dürfte US-Präsident Donald Trump nicht erfreuen. Die USA üben auf befreundete Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland Druck aus, damit diese beim Aufbau ihrer 5G-Netze auf Technik des chinesischen Unternehmens Huawei verzichten.

Monaco verspricht seinen rund 40.000 Einwohnern eine „bessere Lebensqualität für alle“. Die Feuerwehr von Monaco soll beispielsweise 5G nutzen, um das Gebiet des Fürstentums in Echtzeit mit Bildern von Drohnen zu überwachen, wie Spiegel Online schreibt. Datenschutzbedenken scheinen in Monaco also keine Rolle zu spielen.

Das 5G-Netz gehört zum Programm "Extended Monaco", das das Fürstentum ins Digital-Zeitalter führen soll. Monaco will damit der „digitalste Staat“ der Erde werden. Neben 5G spielen dabei auch Glasfasernetze und Kryptowährungen sowie eine „souveräne Cloud“, deren Datenzentrum sich auf monegassischem Territorium befindet, eine wichtige Rolle. Weitere Ziele sind vernetzte Straßenlaternen und Parkplätze, eine E-Health-Plattform, volldigitale Verwaltungsverfahren und Computerprogrammierung im Kindergarten. (PC-Welt)