Lünendonk-Ranking 2012

Die Top 25 Beratungsunternehmen

13.12.2012
Von 
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Auf dem deutschen Markt führt McKinsey vor Accenture und Capgemini. Insgesamt tummeln sich mehr als 14.000 Consultants in dem Segment.

Deutsche Manager scheinen Beratungsbedarf zu haben: Der Inlands-Markt für Berater wuchs 2011 im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent. Das entspricht einem Volumen von 20,6 Milliarden Euro, wie die Consultants von Lünendonk, Kaufbeuren, unter Bezugnahme auf den Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) erklären. Diese Zahl umfasst Beratungsleistungen aus den Bereichen Strategie, Organisation, IT, Führung, Betriebswirtschaft, Logistik und Marketing. Wird das IT-Consulting herausgerechnet, erreicht der Markt ein Volumen von 16 Milliarden Euro, so Lünendonk.

Der BDU schätzt die Zahl der Anbieter im deutschen Beratermarkt auf 14.100. Die 25 umsatzstärksten davon listet Lünendonk unter dem Titel "Top 25 der Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland 2011" auf. Dabei basieren die Umsatzangaben zum Teil auf Schätzungen und geben nur den Umsatz in Deutschland wider. Die Kaufbeurener berücksichtigen nur Firmen, die mehr als 60 Prozent ihres Erlöses mit klassischer Unternehmensberatung (Strategie, Organisation und Prozesse, Human Ressources) erzielen.

An der Spitze der Top 25 steht, wie schon 2010, McKinsey & Company. Lünendonk gibt den Umsatz der Düsseldorfer mit "größer als 600 Millionen Euro" an, im Vorjahr war er "größer als 500 Millionen". Mit Abstand folgen die Boston Consulting Group mit Sitzen in München und Düsseldorf, die im vergangenen Jahr 490 Millionen Euro erwirtschaftete (2010: 444 Millionen) und Roland Berger, München. Roland Bergers Umsatz beläuft sich 2011 auf 420 Millionen Euro nach 406 Millionen im Jahr 2010.

Oliver Wyman, Accenture und Deloitte auf den Plätzen

Die Top 25 der Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland 2011 laut Lünendonk
Die Top 25 der Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland 2011 laut Lünendonk
Foto: Lünendonk

Alle Unternehmen auf den Rängen vier bis zehn liegen dicht beieinander. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild: Platz vier besetzt die Oliver Wyman Group, München, mit einem Umsatz von 265 Millionen Euro (2010: 255 Millionen) Es folgen Accenture aus Kronberg mit 259 Millionen Euro (2010: 201 Millionen) und Deloitte, Düsseldorf, mit einem Erlös von 258 Millionen Euro (2010: 211 Millionen) sowie Booz & Company mit 256 Millionen Euro Umsatz (2010: 245 Millionen).

Auf den Plätzen acht und neun befinden sich A.T. Kearny, Düsseldorf, mit einem Erlös von 245 Millionen Euro (2010: 221 Millionen) und Bain & Company Germany aus München mit einem Umsatz von 242 Millionen Euro (2010: 210 Millionen Euro). Capgemini schließt die Top Ten der Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland 2011 ab. Die Berliner erwirtschafteten im vergangenen Jahr knapp 241 Millionen Euro nach 214 Millionen im Jahr 2010.

Insgesamt konnten fast alle der Top 25 vom Aufwärtstrend profitieren. Lediglich ein Anbieter musste leichte Verluste hinnehmen, die Zeb/Rolfes Schierenbeck Associates GmbH aus Münster. Das Unternehmen setzte im vergangenen Jahr 99,9 Millionen Euro um, 2010 waren es 100,1 Millionen. Damit liegt Zeb/Rolfes Schierenbeck in der aktuellen Lünendonk-Liste auf Platz 18.

Bei neun Prozent Plus soll es bleiben

Lünendonk hat die Anbieter auf diesem Teilmarkt nach ihren Zukunftserwartungen befragt. Fazit: Auch für das laufende Jahr sowie die Zeit bis 2017 rechnen die Unternehmen mit jährlichen Wachstumsraten von rund neun Prozent. Außerdem wollte Lünendonk wissen, wie sich die Umsätze der Top 25 Management-Berater auf die einzelnen Bereiche verteilen. Demnach erzielen die Anbieter vor allem mit Consulting rund um Unternehmensstrategie Erlöse.

Dieser Punkt liegt mit 22 Prozent der Nennungen vorn. Gleich dahinter folgt IT-Beratung mit 18 Prozent der Nennungen. Das Feld Corporate Finance kommt auf elf Prozent. Dahinter werden die Nennungen einstellig. Jeweils rund sieben Prozent erreichen die Felder Logistik und Lieferketten-Management, Personalberatung und Vertrieb. Kleinere Umsätze generieren sich aus Beratungsleistungen rund um Forschung/Entwicklung, Marketing, Einkauf/Beschaffung, Produktion/Fertigung und Services/Kundendienste.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation CIO.de. (mhr)