2515 Kilometer Autobahnstrecke in Bayern

Deutsche Telekom schließt wichtige Lücke im Handynetz

16.09.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Deutsche Telekom hat eine schmerzhafte Lücke im Mobilfunknetz geschlossen.

Die Deutsche Telekom meldet einen wichtigen Erfolg beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes: Demnach deckt das Telekom-Mobilfunknetz jetzt 99 Prozent der bayerischen Autobahnen ab. Gerade für einen Flächenstaat wie Bayern ist das eine wichtige Nachricht.

Die Telekom kommt beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes entlang der Autobahn voran.
Die Telekom kommt beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes entlang der Autobahn voran.
Foto: ThomBal - shutterstock.com

Denn für die Nutzung moderner Infotainmentsysteme, beziehungsweise für die Smartphone-Nutzung im Auto ist ein gutes Mobilfunknetz entlang der Autobahn essentiell. Wer zum Beispiel das kostenlose und ausgesprochen leistungsfähige Google Maps zur Navigation verwendet, ist auf den durchgehenden Empfang von Mobilfunkdaten abgewiesen (obwohl Google Maps auch die Möglichkeit bietet, Kartendaten vorab auf das Smartphone herunterzuladen). Auch für die Nutzung von Musik-Streaming-Diensten im Auto braucht man eine durchgehend gute Handyverbindung.

Die Telekom will demnach „eine der letzten Lücken entlang der bayerischen Autobahnen“ geschlossen haben. Dabei handelt es sich um eine Lücke in Zeitlarn bei Regensburg an der A93. In dieser idyllischen Ecke entlang des Regen steht nun ein 46-Meter hoher Schleuderbetonmast, der eine rund 300 Meter lange Versorgungslücke auf der Autobahn schließen soll. Damit sollen nun rund 99 Prozent der Autobahnen in Bayern mit schnellem Internet versorgt sein.

„Allein in diesem Jahr haben wir 41 Standorte neu gebaut und 76 mit LTE erweitert“, sagt Mathias Poeten, Leiter Mobilfunk bei der Telekom Deutschland. „2515 Kilometer Autobahnstrecke in Bayern sind mit schnellem Mobilfunk versorgt. Es fehlen lediglich knapp 35 Kilometer, damit wir einen Haken an die Sache machen können und auf die 100 Prozent kommen.“ Diese rund 20 Lücken haben es laut Telekom aber in sich. Dort suche die Telekom zum Teil seit Jahren nach geeigneten Flächen, um einen Standort zu bauen.

Und wie sieht es beim Mobilfunknetz entlang der Bahnlinien in Bayern aus? Laut Telekom sei entlang der ICE-Strecken der Versorgungsgrad ähnlich hoch wie entlang der Autobahnen. Von den insgesamt 1107 Kilometer ICE-Strecke in Bayern seien 1077 Kilometer versorgt. Es fehlen also 30 Kilometer Reststrecke.

Im vergangenen Quartal wurden in Bayern 1.760 Standorte neu gebaut oder mit LTE erweitert. Für 5G sind in Bayern 1700 Standorte vorbereitet, bis Ende 2020 sollen es rund 2.900 sein. (PC-Welt)