Kampfansage an IBM, HP und Dell

Cisco will mehr vom Rechenzentrum

09.04.2010
Die neu vorgestellten Server, Switches und SAN-Geräte demonstrieren, dass sich Cisco nicht auf Netzwerk und Virtualisierung beschränken will.

Um in den IT-Infrastrukturen Fuß zu fassen, hat Cisco eine ganze Serie an Produkten für das Data Center - Unified Computing System (UCS) - vorgestellt. Zu den neuen Angeboten zählen unter anderem der Blade-Server "B440 M1" und der für herkömmliche Racks gedachte Server "C460 M1". Beide Produkte basieren auf dem Xeon-7500-Prozessor von Intel und unterstützen - wie die übrigen Switching- und Storage-Komponenten der UCS-Reihe - Ciscos proprietäre FEXlink-Architektur für schnelle und performante Verbindungen.

Außerdem präsentierte der Netzwerkriese zwei neue Nexus Fabric Extender, den "Nexus 2232" mit 32 Anschlüssen für 10-Gigabit-Ethernet und den "Nexus 2248" mit 48 Ports für 10/100-Megabit-Ethernet. Die Fabric Extender sollen dank zusätzlicher Fabric-Erweiterungen die Skalierbarkeit und Flexibilität auch in heterogenen IT-Umgebungen verbessern. Der Verkabelungsaufwand reduziert sich damit laut Cisco um 70 Prozent. Stromverbrauch und Kühlungsbedarf gehen angeblich um 30 Prozent zurück. In der Summe soll dies bis zu 40 Prozent Kosten einsparen.

Für reine Fibre-Channel-Konfigurationen präsentierte Cisco den SAN-Switch "MDS 9148". Das 1 RU große Gerät weist 48 Fibre-Channel-Anschlüsse mit Durchsätzen von 8 Gigabit pro Sekunde auf und ist als Ergänzung zu den bestehenden Fibre-Channel-Modulen für den MDS 9500 SAN-Switch gedacht. Last, but not least kündigte Cisco mit dem "Nexus 1010" eine dedizierte Appliance zur Bereitstellung von virtuellen Switching-Diensten für virtuelle Maschinen an. Das Gerät verfügt über ein Network Analysis Module (NAM), mit dem sich Performance-Anforderungen präzise ermitteln lassen - auf diese Weise sollen virtuelle IT-Umgebungen effizienter werden.

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