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CES: Microsoft vernetzt Windows mit dem Fernseher

08.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft-Gründer Bill Gates hat auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas Produkte vorgestellt, mit denen sich der heimische Fernseher als Ausgabegerät für Windows-PCs sowie die Spielekonsole Xbox nutzen lässt. Der "Windows Media Center Extender" sorgt demnach für die drahtlose Übertragung von digitalen Videos, Bildern und Musik von einem mit der Windows-XP-Variante "Media Center" betriebenen Rechner an das TV-Gerät. Die gleiche Aufgabe übernimmt der "XBox Media Center Extender" für die Microsoft-Spielekonsole. Die Systeme werden laut Gates von Herstellern wie Dell, Hewlett-Packard sowie Gateway produziert und sollen rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2004 verfügbar sein.

Bereits etwas früher in der zweiten Jahreshälfte soll das "Portable Media Center" angeboten werden. Das Gerät in der Größe eines Taschenbuchs dient zum Speichern und Abspielen von Videos und Musik sowie zum Anzeigen von digitalen Fotos. Als Referenzhersteller nannte der Microsoft-Gründer Samsung und Sanyo.

Außerdem hat Gates die Markteinführung der bereits zur Comdex 2002 angekündigten SPOT-Uhren (Smart Personal Object Technology) bekannt gegeben. Die Uhren werden von den Herstellern Fossil sowie Suunto hergestellt und kosten zwischen 130 und 300 Dollar. Eigentlich sollten sie bereits vor Weihnachten 2003 in den Handel kommen, technische Änderungen in letzter Minute seitens des Chip-Lieferanten National Semiconductor haben jedoch für Verzögerungen gesorgt (Computerwoche online berichtete).

Die SPOT-Technologie überträgt Nachrichten und Informationen mittels UKW-Frequenzen auf die Uhren, die je nach Ausstattung überdies Terminplaner und To-do-Listen bieten. Der dazu passenden Microsoft-Service ist vorläufig nur in den USA und einigen Regionen Kanadas zum Preis von knapp zehn Dollar pro Monat verfügbar.

Gemeinsam mit dem US-Late-Night-Talkmaster Jay Leno stellte Gates MSN Premium vor. Der Top-Dienst der Microsoft-Online-Sparte ist an Breitband-Nutzer adressiert und bietet zum Preis von knapp 10 Dollar monatlich unter anderem Antiviren-Software, Spam- und E-Mail-Filter sowie Videos. (lex)