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Brüssel will Regulierung im Telco-Markt lockern

22.06.2006
Voraussichtlich in der kommenden Woche wird die EU-Kommission Pläne veröffentlichen, denen zufolge die europäischen TK-Gesellschaften mit weniger Preiskontrollen und einer laxeren Regulierung rechnen können.

Sowohl bei den Preisen als auch bei den Zugangsrechten will sich die EU-Kommission weniger regulierend einmischen als bislang, berichtet die "Financial Times". Angeblich sollen beispielsweise Festnetzgespräche ins In- und Ausland nicht mehr geregelt werden, weil laut EU der Wettbewerb hier inzwischen funktioniere. Die Ankündigung irritiert allerdings insofern, als die EU-Kommission erst vor wenigen Tagen wirksame Preiskontrollen auf dem deutschen Markt für Festnetztelefonie gefordert hatte - und das, obwohl die Telekom zurzeit jeden Monat rund 100.000 Festnetzkunden verliert.

Im Großkundengeschäft wollen die Brüsseler der Zeitung zufolge weiter eingreifen. Betroffen ist der entbündelte Großkundenzugang zu Netzen sowie der Breitbandzugang. Diese Märkte sollen aber in Zukunft schneller, effizienter und einheitlicher reguliert werden. Dazu werde die EU möglicherweise stärker in die nationalen Regulierungen eingreifen.

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