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Britische Polizei prüft Linux

24.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einem dreimonatigen Feldversuch will die britische Behörde "PITO" (Police Information Technology Organisation) ermitteln, ob Linux für den Einsatz bei der Polizei geeignet ist. Kriterien für die künftige Nutzung des Betriebssystems sind Kosten, Stabilität, Sicherheit und Kompatibilität mit den bereits in den Ämtern verwendeten Systemen. Im Auftrag der Behörde macht Netproject Usability-Tests. Das von mehreren britischen Firmen ins Leben gerufene Projekt prüft Open-Source-Software auf ihre Verwendbarkeit in Unternehmen.

Ein abschließendes Testergebnis stehe zwar noch aus, so Netproject-Direktor Eddie Bleasdale, die Kosten sprächen aber bereits für Linux. Aufgrund der Lizenzkosten sei Windows XP fünf mal so teuer wie das Open-Source-System. Er sei sich sicher, so der erklärte Linux-Fan Bleasdale, dass auch alle anderen Kriterien der PITO erfüllt würden. Falls der Feldversuch positiv verläuft, könnte Linux in den kommenden fünf bis sechs Jahren 60.000 Windows-Desktops in britischen Amtsstuben ablösen. (lex)