Indoor-Positioning

Bluetooth 5.1: Richtung und Position zentimetergenau bestimmen

31.01.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Bluetooth 5.1 bringt eine Richtungssuche. Außerdem lässt sich damit der Standort bis auf wenige Zentimeter genau bestimmen.

Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat neue Informationen zum kommenden Standard Bluetooth 5.1 bekanntgegeben. Demnach wird Bluetooth 5.1 deutlich mehr können, als nur Geräte miteinander zu verbinden und kleinere Datenmengen zwischen ihnen auszutauschen.

Bluetooth 5.1: Auf den Zentimeter genaue Positionsbestimmung inklusive Blickrichtung
Bluetooth 5.1: Auf den Zentimeter genaue Positionsbestimmung inklusive Blickrichtung
Foto: Bluetooth Special Interest Group (SIG)

Denn in Bluetooth 5.1 kommt eine Funktion zur Bestimmung der Richtung hinzu: Direction Finding. Im Zusammenspiel mit Echtzeit-Lokalisierungssystemen (Real-Time Locating Systems, RTLS) und/oder Indoor-Positioning-Systemen (IPS) soll Bluetooth 5.1 ein sehr genaues Tracking von Gegenständen und damit eine deutlich verbesserte Indoor-Navigation ermöglichen. Und zwar ohne die bekannten Bluetooth-Beacons.

Laut SIG lässt sich mit Bluetooth 5.1 genau die Richtung eines Bluetooths-Geräts erkennen und dessen Position bis auf wenige Zentimeter bestimmen. Damit kann eine Indoor-Navigationslösung künftig dem Nutzer nicht nur anzeigen, wie nahe sich der gesuchte Gegenstand befindet, sondern auch in welche Richtung der Nutzer schauen muss. Damit sind perfekte Navigationslösungen beispielsweise für Museen, Ausstellungen oder Einkaufszentren oder Veranstaltungsgebäude möglich. Aber auch im Logistikbereich dürfte diese Funktion wertvoll sein: Damit lassen sich Waren oder Werkzeuge leichter finden.

Entwickler finden die nötigen Spezifikationen hier. Bevor die neue Richtungsbestimmungs-Funktion aber Endanwendern zur Verfügung steht, dürfte noch einige Zeit vergehen. Aktuell ist Bluetooth 5.0 der aktuelle Standard. (PC-Welt)