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Warum Konzernchef Kai-Uwe Ricke seinen Konzern umbaut

Aus vier Telekom-Säulen werden drei

05.07.2004
Gut eineinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG beginnt Kai Uwe Ricke mit den eigentlichen Aufräumarbeiten. Aus dem Bonner Carrier soll endlich ein integrierter Technologiekonzern werden. Im Fokus stehen das Breitbandgeschäft und die Firmenkunden.

Böse Zungen behaupten, der Unterschied zwischen Kai Uwe Ricke und Ron Sommer lasse sich schon daran festmachen, dass es der amtierende Telekom-Frontmann bisher geschafft habe, die Hauptversammlungen des Konzerns ohne gellende Pfiffe und Buhrufe der Aktionäre zu überstehen. In der Tat steht Ricke vergleichsweise hoch in der Gunst der Anteilseigner, hat er doch seit November 2002 eigentlich alles richtig gemacht: den Vorstand umgebaut, den Schuldenabbau in die Wege geleitet, das operative Geschäft stabilisiert, die Bilanz durch die Einmalabschreibung der teuren Voicestream-Übernahme bereinigt - und, was nicht ganz unwichtig sein dürfte, auch die Talfahrt der T-Aktie gestoppt. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, soll 2005 auch wieder eine Dividende gezahlt werden.

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