Auf der Suche nach dem Glück

17.06.2004
Jörg Zobel hat mit seinem Buch "Yo – eine Reise zum Glück für Manager und andere gestresste Leute" eine wunderschöne Fabel über einen Seehund geschaffen, der über das hektisch gewordene Leben in seiner Seehundkolonie unglücklich ist und sich auf die Suche nach dem wahren Glück macht.

Yo erinnert sich, dass früher alles viel entspannter war, er mit seinen Freunden jeden Tag nur so viele Fische gejagt hat, wie sie zum Leben brauchten. Den Rest der Zeit hatten sie gespielt und sich unterhalten. Jetzt allerdings sind alle Seehunde nur noch damit beschäftigt, möglichst viele Fische an Land zu bringen und auf ihren Eisschollen zur Schau zu stellen, um zu zeigen, wie fleißig und reich sie sind. Und keiner pflegt die Kommunikation wie früher, es geht nur noch darum, sich darzustellen. Yo stellt fest, dass er nicht mehr aus Spaß fischt, sondern aus Ehrgeiz.

 

"Als Yo so über das Meer auf die Sonne blickte, sah er zum ersten Mal seit langem wieder, wie schön sie war. Yo ahnte noch nicht, dass dieser Abend der Beginn eines Abenteuers war, zu dem er selbst gerade den ersten Schritt gemacht hatte."

 

Eigentlich mit der Mission betraut, neue Fischjagdgründe für seine Seehundkolonie ausfindig zu machen, schwimmt Yo los, nur um sich letztendlich von seinen Lebensumständen zu lösen und dem Glück stückchenweise näher zu kommen. Es ist ein harter Weg: Ein Eisbär beispielsweise muss dem finster denkenden Yo die Augen dafür öffnen, dass die eigene Wahrnehmung viel zum Glücksgefühl beitragen kann. Yo lernt: "Die Welt entsteht in meinem Kopf."

Inhalt dieses Artikels