iOS 12

Apple begründet den USB Restricted Mode

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Der neue Modus in iOS 12 verhindert es, dass die iPhone-Daten per USB leicht ausgelesen werden können.

Begründung: iOS 12 bekommt den USB Restricted Mode, der verhindert, dass sich nach einer Stunde Inaktivität USB-Geräte mit dem gesperrten iPhone verbinden können. Das ist seit der WWDC bekannt und im Prinzip auch, warum Apple das macht.

Mit USB Restricted Mode will Apple den Aktivitäten von Firmen wie GrayShift oder Cellebrite einen Riegel vorschieben.
Mit USB Restricted Mode will Apple den Aktivitäten von Firmen wie GrayShift oder Cellebrite einen Riegel vorschieben.
Foto: Grayshift

Geräte wie der GrayKey, die unter Ausnützung nicht bekannter Lücken iPhones mit Brute-Force-Methoden knacken können, haben damit keine Chance mehr. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hat Apple nun bestätigt, dass dies genau der Hintergrund der neuen Sicherheitsfunktion sei, man wolle diese Methoden von Polizeibehörden und Kriminellen unterbinden. Vor allem wolle man Kunden in Ländern schützen, in denen die Strafverfolger weniger strengen Restriktionen als in den USA unterliegen.

Neben den Behörden würden aber auch einfache Kriminelle, Spionen und andere skrupellose Leute derartige Techniken anbieten, Firmen wie GrayShift oder Cellebrite verkaufen ihre Geräte zu hohen Preisen oder entsperren für 50 US-Dollar einzelne Telefone. "Wir verbessern stets die Sicherheit in jedem Apple-Produkt, um unseren Kunden zu helfen, sich gegen Hacker, Identitäts-Diebe und Eindringen in ihre private Daten zu verteidigen," heißt es in einem Statement. Man habe aber höchsten Respekt vor der Strafverfolgung und gestalte die Techniken nicht so, um deren Arbeit in frustrierender Weise zu erschweren. (Macwelt)