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AMD verkauft Billig-PC in Schwellenländer

29.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein kleines Gerät für einen großen Markt hat AMD mit dem "Personal Internet Communicator" (PIC) entwickelt. Es entstammt der Initiative "50 x 15", mit der AMD-Chef Hector Ruiz 50 Prozent der Weltbevölkerung bis 2015 kostengünstige Rechner und Internetzugang zur Verfügung stellen will. Die PIC-Rechner sind mit einem Betriebssystem auf Basis von Windows und Programmen für Kommunikation, Bildung und Unterhaltung sowie einem Internet-Zugang ausgestattet. Der Preis inklusive Maus und Tastatur soll rund 185 Dollar betragen, inklusive Monitor etwa 250 Dollar. Gebaut wird das Gerät vom kalifornischen Hersteller Solectron in dessen Werk in Guadalajara, Mexiko.

Als erstes Land kommt Indien in den Genuss der PIC-Rechner. Dort will die Tata-Tochter VSNL als Teil der Tata Indicom Broadband Services Group die Geräte inklusive Internet-Dienstleistung zunächst in fünf Städten anbieten. VSNL rechnet nach einem Mietmodell ab und verlangt für Hardware und Dienstleistung zwischen 6,50 und 21,70 Dollar im Monat. Die Company hofft, innerhalb der nächsten zwei Jahre zwei Millionen PIC-Anwender zu werben.

Als Vertriebspartner für Mexiko konnte AMD das Unternehmen CRC gewinnen, das den PIC insbesondere mit Bildungsprogrammen aufwerten will. In der Karibik übernimmt Cable and Wireless die Vermarktung. (kk)