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Aktuelle IDC-Zahlen zum weltweiten Server-Markt

15.03.2001
2000: IBM vor Sun und Compaq

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher der International Data Corp. (IDC) haben gestern Zahlen zum weltweiten Server-Markt im vierten Quartal des Jahres 2000 vorgelegt. Die Auguren haben Umsätze von 16,7 Milliarden Dollar und 1,2 Millionen verkaufte Einheiten ermittelt. Das entspricht einem Plus von 14 beziehungsweise 16 Prozent gegenüber den Vergleichswerten aus dem Jahr 1999 (14,6 Milliarden Dollar Umsatz, rund eine Millionen verkaufte Systeme).

Die fünf größten Hersteller teilten fast 80 Prozent des Umsatzkuchens unter sich auf. Auf Platz eins lag IBM mit 27 Prozent Marktanteil, gefolgt von Compaq und Sun mit 16,34 beziehungsweise 16,32 Prozent. Hewlett-Packard belegte mit 14 Prozent der gesamten Umsätze Rang vier, den fünften Platz eroberte Direktanbieter Dell mit sechs Prozent.

Ein mit 257 Prozent auffällig hohes Wachstum konstatiert IDC bei für den Rack-Einbau optimierten Server-Flachmännern, die vor allem von ISPs und ASPs (Internet/Application Service Provider) in rauen Mengen benötigt werden. Auch Linux-basierte Server konnten mit 79 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich überproportional zulegen.

Für das komplette Kalenderjahr 2000 beziffert IDC die globalen Servereinnahmen auf 60,2 Milliarden Dollar (plus sieben Prozent). Die Zahl der verkauften Einheiten habe 4,4 Millionen betragen (plus 17 Prozent). Beim Umsatz entfielen 13,9 Milliarden Dollar auf Windows-basierte Systeme (plus 31 Prozent), 29 Milliarden Dollar auf kommerzielle Unix-Server (plus 14 Prozent) sowie 1,7 Milliarden Dollar auf Linux-Maschinen (plus 132 Prozent). Das Hersteller-Ranking für das Gesamtjahr gleicht im wesentlichen dem des vierten Quartals: IBM (23 Prozent) führt vor Sun (17 Prozent), Compaq (16,5 Prozent), HP (15 Prozent) sowie Dell (sechs Prozent).