Samsung

Akkus des Galaxy Note 7 müssen zum Röntgen-Test

23.09.2016
Bevor Samsung das Galaxy Note 7 im Heimatmarkt Südkorea wieder verkaufen darf, muss der Hersteller weitere Sicherheitschecks durchführen. Unter anderem muss das Unternehmen die Akkus einem Röntgen-Test unterziehen lassen, bevor es diese in das Galaxy Note 7 einbaut.
Der Akku des Phablet-Flaggschiffs Galaxy Note7 bereitet Samsung unerwartete Probleme.
Der Akku des Phablet-Flaggschiffs Galaxy Note7 bereitet Samsung unerwartete Probleme.
Foto: Samsung

Damit das Galaxy Note 7 in Südkorea wieder in den Verkauf gehen kann, müssen Samsung und Zulieferer weitere Sicherheitschecks am Gerät und den Akkus vornehmen. Nach Vorgabe der Korean Agency for Technology and Standards (KATS) müssen unter anderem alle Lithium-Ionen-Akkus geröntgt werden, bevor sie an Samsung ausgeliefert werden dürfen, berichtet Associated Press. So soll sichergestellt werden, dass im Inneren der wiederaufladbaren Batterien kein Defekt vorliegt.

"Bei 10 Millionen Akkus werden auch 10 Millionen davon überprüft", wird Nam Taek-joo, Beamter der Regierungsbehörde für Produktsicherheit und Rückrufe, zitiert. Samsung müsse außerdem das in Südkorea bereits abgelaufene Austauschprogramm für das Galaxy Note 7 verlängern. Betroffene Kunden haben jetzt bis Ende September Zeit, das Galaxy Note 7 gegen den ein anderes Samsung-Smartphone zuzüglich Preisdifferenz oder den Warenwert einzutauschen, um sich beispielsweise ein iPhone oder ähnliches Highend-Smartphone zu kaufen.

Umtauschaktion verläuft nicht reibungslos

Das Samsung Galaxy Note 7 war Mitte August in den ersten Ländern in den Verkauf gestartet. Wenige Tage nach dem Release des Smartphones tauchten bereits erste Berichte über explodierte oder in Brand geratene Galaxy Note 7 auf. Anfang September stoppte Samsung deshalb den Verkauf und versucht jetzt, alle bislang ausgelieferten Geräte aus dem Verkehr zu ziehen und gegen Galaxy Note 7 aus anderer Produktionscharge auszutauschen. Doch auch dabei gibt es Schwierigkeiten: Viele Nutzer wollen erst ein Austauschgerät erhalten, und Transportunternehmen wie die Deutsche Post weigern sich aus rechtlichen Gründen, die Geräte zu befördern.

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Wann genau der ursprünglich für den 2. September angesetzte und aufgrund der Vorfälle verschobene Verkaufsstart des Galaxy Note 7 in Deutschland nachgeholt wird, hat Samsung bislang nicht mitgeteilt. Neue Geräte sollen dann aber an einem schwarzen Rechteck auf der Verpackung zu erkennen sein. Was mit den eingesammelten Geräten geschieht, hat Samsung ebenfalls noch nicht erklärt.

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