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2004 war das Jahr der Weblogs

04.01.2005

Das Pew Internet & American Life Project stellte in seiner Studie über Weblogs ein starkes Wachstum für das vergangene Jahr fest. Allerdings bezieht sich die Untersuchung auf die USA, wo diese Entwicklung im Vergleich zu Deutschland schon viel weiter fortgeschritten ist. Demnach haben bereits sieben Prozent aller erwachsenen Amerikaner (entspricht acht Millionen Personen) einen eigenen Blog eingerichtet. Allerdings gibt Pew keine Auskunft darüber, wie viele dieser Websites noch regelmäßig gepflegt werden. Da viele Weblog-Hoster ihre Dienste gegen geringes Entgelt oder kostenlos anbieten, wird die Mehrheit der Sites nach wenigen Einträgen wieder aufgelassen.

Die steigende Popularität der persönlichen Online-Publikationen hat aber einen sichtbaren Einfluss auf das Nutzungsverhalten im Internet. Rund 27 Prozent der Web-Surfer sagten aus, mittlerweile Weblogs zu lesen. Der stark interaktive Charakter dieser Publikationsform lädt dazu ein, Texte zu kommentieren. 12 Prozent der Befragten gaben an, bereits Anmerkungen in Blogs hinterlassen zu haben. Da Weblogs ihre Einträge auch als RSS-Feeds zugänglich machen, trägt die steigende Zahl ihrer Leser zur Verbreitung dieses Syndication-Formats bei. In der Pew-Studie gaben fünf Prozent der Befragten an, dass sie Online-Nachrichten über einen RSS-Aggregator abrufen.

Auch wenn das Thema Blogs in letzten Jahr viel Aufmerksamkeit in der Medien erhielt, so wissen doch nur 38 Prozent der Internet-Nutzer, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Die demographischen Daten zeigen, dass primär Personen mit überdurchschnittlich guter Ausbildung und besserem Einkommen in der Blogosphere zu Hause sind. Internet-Veteranen sind dort öfter vertreten als Einsteiger und Männer öfter als Frauen. (ws)