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Xerox verfehlt Erwartungen trotz Gewinnplus

25.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Drucker- und Kopiererhersteller Xerox hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 423 Millionen Dollar oder 40 Cent pro Aktie verdient, mehr als doppelt so viel wie die 208 Millionen Dollar oder 21 Cent je Anteilschein im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Indes enthält das Ergebnis einen einmaligen Zugewinn aus einer Steuerschlichtung von 33 Cent pro Aktie sowie eine Abschreibung für Restrukturierung von 13 Cent je Anteilschein. Diese Sondereffekte herausgerechnet beträgt der Pro-forma-Gewinn 210 Millionen Dollar oder 20 Cent pro Aktie, wohingegen die von Thomson First Call befragten Analysten von 23 Cent je Anteilschein ausgegangen waren. Die Xerox-Aktie verlor im morgendlichen NYSE-Handel bereits gut sechs Prozent auf 13,15 Dollar.

Den Quartalsumsatz konnte das in Stamford, Connecticut, ansässige Unternehmen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent auf 3,92 Milliarden Dollar steigern. Es profitierte dabei von um vier Prozent gestiegenem Geräteabsatz und günstigen Währungseffekten. Die Einnahmen aus Farbgeräten legten sogar um 17 Prozent zu. Zuwächse bei digitalen Systemen und Services hätten Rückgänge im traditionellen Geschäfts ausgeglichen, erklärte Xerox.

Im laufenden dritten Quartal dürfte Xerox ebenfalls die Erwartungen der Wall Street verfehlen. Der Konzern stellte ein Pro-forma-Ergebnis von 17 bis 19 Cent pro Akte in Aussicht. Die Analysten erwarteten nach 17 Cent je Anteilschein im Vorjahr bislang ein Wachstum auf 22 Cent pro Aktie. (tc)