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WS-Security: Microsoft und Sun ungewohnt Hand in Hand

28.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In ungewohnter Einträchtigkeit unterstützt Sun Microsystems einen neuen Standard zur Absicherung von Web-Services, den die Konkurrenten Microsoft, IBM und Verisign entwickelt haben. "WS-Security" (Computerwoche online berichtete) soll der Organization for the Advancement of Structured Information Standards, kurz OASIS, zur Standardisierung übergeben werden. Ein Technical Committee des Gremiums würde sich dann um die Weiterentwicklung kümmern, an der sich dann auch andere Hersteller beteiligen könnten.

Die Beteiligung Suns könnte darauf hindeuten, dass die bislang zerstrittenen Anbieter zumindest in puncto Web-Services wieder zueinander finden. Die Spannungen rühren unter anderem daher, dass Sun bislang nicht mit dem gewünschten Status in die Initiative WS-I (Web-Services Interoperability) aufgenommen wurde. In diesem Zusammenhang gab es Gerüchte, Bill Gates höchstpersönlich habe diesen Ausschluss erwirkt. Sun hatte derweil als Gegenstück zu Microsofts Web-SSO-Initiative (Single Sign-On) "Passport" die konkurrierende "Liberty Alliance" ins Leben gerufen, der wiederum der Redmonder Konzern und IBM bislang fernblieben. (tc)