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Worldcom entlässt 1000 europäische Mitarbeiter

02.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Carrier Worldcom will in Europa zehn Prozent seiner Arbeitsplätze abbauen. Ein Großteil der rund 1000 Entlassungen soll in Großbritannien stattfinden. Da das Unternehmen im Rahmen der Restrukturierung auch den Umzug seines europäischen Hauptquartiers von London nach Reading plant, dürfte ein Teil der Personalabbaus durch natürliche Fluktuation zustande kommen. Bei Worldcom hieß es, die geplante Entlassungsrunde sei die Konsequenz besonderer Umstände innerhalb der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika und weniger eine weitere Maßnahme zum weltweiten Stellenabbau. So sollen infolge der fortgeschrittenen Integration von Worldcom und dem bereits 1996 erworbenen Internet-Service-Provider Uunet Doppelbesetzungen in Europa beseitigt werden. Außerdem bereite man das Unternehmen auf eine Senkung der Betriebskosten im nächsten Jahr vor, nachdem das europäische

Netz fertiggestellt sei. Der TK-Konzern hofft, seine Ausgaben im nächsten Jahr von derzeit 7,5 Milliarden auf 5,5 Milliarden Dollar zu reduzieren. Ein mit den Restrukturierungsplänen vertrauter Firmenvorstand erklärte jedoch, Hauptgrund für die neuesten Entlassungen sei die gesunkene Nachfrage nach Internet- und anderen Diensten in Europa.

Worldcom hatte bereits Anfang des Jahres 1000 Angestellte in Europa entlassen. Im März setzte der unter Druck geratene Carrier 6000 Mitarbeiter in den USA auf die Straße (Computerwoche online berichtete).