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Worldcom-Chef: Warum macht uns die Telekom kein Angebot?

13.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem die Kartellbehörden Worldcom die Übernahme des TK-Carriers Sprint versagten, scheint das Unternehmen nicht mehr abgeneigt zu sein, sich selbst meistbietend zu verkaufen. Zumindest erklärte Worldcom-Chef Bernard Ebbers in dieser Woche, die Deutsche Telekom solle bei ihrer Suche nach einem geeigneten Übernahmekandidaten in den USA seine Firma nicht vergessen. "Ich verstehe nicht, warum die Deutsche Telekom nicht mit der besten Company in den USA reden will," sagte Ebbers auf der International Conference der Wireless Communications Association in New Orleans, Louisiana. Der Bonner Carrier hat erst vor kurzem dem US-Wireless-Anbieter Voicestream ein Kaufangebot unterbreitet (CW Infonet berichtete). Experten vermuten jedoch, dass

eine Übernahme von Worldcom für die Telekom aus kartellrechtlicher Sicht eher unattraktiv ist. Eine Übernahme von Kandidaten wie Voicestream oder auch Qwest Communications, das unlängst im Gespräch war, könnte von den Wettbewerbshütern eher genehmigt werden.

Worldcom hat inzwischen offiziell bestätigt, dass die Übernahme von Sprint auch von seiten der Unternehmen nun endgültig vom Tisch sei.