Umweltschutz in Deutschland

Wir sind Kyoto-Kings - oder doch nicht?

01.12.2008
Das ist doch mal eine gute Nachricht: Deutschland hat die Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll übererfüllt.

Dieses sieht vor, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis 2012 im Vergleich zum Bezugsjahr 1990 um 21 Prozent zu verringern. Deutschland konnte nach Angaben des Bundesumweltministeriums die Emissionen um 22,4 Prozent reduzieren - und das bereits 2007.

Wenn das so ist, braucht sich zwischen Niedersachen und Bayern, Sachsen und Rheinland-Pfalz doch kein Privatkonsument, kein Wirtschaftszweig und die Politik ohnehin keine Gedanken mehr um die Umwelt machen - und kann die IT-Branche das Thema Green IT getrost wieder ad acta (siehe Experten-Blogg) legen. Oder?

Gute Bilanz mit Haken

So schön könnte die Umwelt sein…
So schön könnte die Umwelt sein…
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Die gute Bilanz verschweigt, dass ein Großteil der Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase hierzulande auf das Konto Umbau der DDR-Wirtschaft zurückzuführen ist.

Dreckschleudern wie in und um Bitterfeld (siehe auch Bitterfeld-Syndrom) herum wurden abgewickelt und im vergangenen Jahrzehnt zu Naherholungsgebieten entwickelt. Auf diese Weise wurde der Ausstoß klimaschädlicher Gase ganz erheblich vermindert.

Es besteht also trotz aller frohen Botschaften kein Grund, das Thema Umweltschutz als erledigt abzuheften.

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