Martin Hölscher, Coca-Cola

Wie Mehrwert entsteht

17.11.2006
Von 
ist freier Journalist in München

Coca-Cola zählt zu den stärksten Marken weltweit. Hohe Ansprüche stellt auch CIO Martin Hölscher: Die IT soll Geschäftsmodelle unterstützen. "Strategisch muss sich die IT an ihrem Wertbeitrag zu den Unternehmenszielen ausrichten." Diesen Kurs verfolgt er seit Jahren beharrlich. Um die Rolle der IT im Unternehmen zu stärken, führte Hölscher ein Governance-Modell ein. IT-Projekte werden mit den Fachabteilungen bewertet und je nach Bedeutung vorangetrieben. Der Erfolg kann sich sehen lassen: "Heute wird die IT als Teil der Wertschöpfung betrachtet, nicht als reiner Kostentreiber."

Martin Hölscher

Projekt: Unterstützung der Geschäftsprozesse durch integrierte Business-Lösung.

Strategie: Weniger technologische Leistungsfähigkeit, vielmehr Kommunikation, Vermarktung und Umsetzung des Alignments zwischen IT und Business.

Ein CIO muss ... mit seinem Team zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen.

Die vertrauensvolle und wertorientierte Zusammenarbeit mit der Fachseite zeigt sich in zahlreichen Projekten. Dabei verfolgt Hölscher eine dreiteilige IT-Strategie: Sein 170 Mitarbeiter starker Bereich kümmert sich um den zuverlässigen Betrieb, richtet den Blick in die Zukunft und treibt die weitere Verknüpfung von IT und Business voran. Auf Basis eines starken Demand-Managements wird die Fachseite beraten: "Wir zeigen Verbesserungspotenziale auf und erschließen neue Ansätze für das Geschäft", sagt Hölscher. Er setzt auf Innovationskraft, die Kenntnis künftiger Trends und die Absicht, Standards im Markt zu setzen.

In sehr deutlicher Form hebt Hölscher die Bedeutung seiner Mitarbeiter hervor. Ihren Kollegen in den Fachbereichen stehen IT-Profis von der Idee bis zur Realisierung der Lösung zur Seite. Als Alternative zur klassischen beruflichen Entwicklung eröffnet Coca-Cola seinen Spezialisten und Projektleitern neue Karrierepfade und hilft ihnen dabei, berufliche und private Verpflichtungen unter einen Hut zu kriegen. "Wir favorisieren eine ergebnisorientierte Arbeitsweise", sagt Hölscher. "Gearbeitet wird dort, wo der größte Wertbeitrag entsteht."

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