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15.10.1999
Rambus, Quantum, Veritas Software, Iomega

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Speicherspezialist Rambus profitierte von dem nicht zuletzt durch Intel angeheizten Hype um seine neue Arbeitsspeicher-Architektur und meldete für das abgeschlossenen vierte Fiskalquartal einen Profit von 2,7 Millionen Dollar oder zehn Cent pro Aktie. Die Finanzwelt hatte mit acht Cent gerechnet. Ein Jahr zuvor hatte Rambus einen Gewinn von zwei Millionen Dollar oder sieben Cent je Anteilschein ausgewiesen. Die Einnahmen betrugen heuer 12,3 Millionen Dollar (Vorjahr: 9,7 Millionen). Für das gesamte Geschäftsjahr erwirtschaftete Rambus aus Einnahmen von 43,4 Millionen Dollar einen Profit von 8,7 Millionen Dollar oder 35 Cent pro Aktie.

Quantum, seines Zeichens zweitgrößter (reiner) Festplattenhersteller weltweit, mußte dem Preiskampf Tribut zollen und wies im zweiten Fiskalquartal einen Verlust von 63 Millionen Dollar aus. Abzüglich außergewöhnlicher Belastungen hat der Hersteller allerdings einen Profit von neun Millionen Dollar erreicht. Ein Jahr zuvor meldete Quantum einen Gewinn von 17,6 Millionen Dollar.

Der Hersteller hatte sein Geschäft im vergangenen Juli in zwei sogenannte "Tracking stocks" aufgeteilt, einen für das defizitäre Festplatten-, den anderen für das profitablere Geschäft mit Bandlaufwerken und sonstigen Speicherlösungen. Letzterer kam im abgelaufenen Quartal auf einen Profit von 58 Millionen Dollar oder 34 Cent pro Aktie, die Einnahmen betrugen 357,1 Millionen Dollar (Vorjahr: 290,5 Millionen). Der Festplattenbereich mußte allerdings rückläufige Einnahmen (von 874 Millionen im Vorjahr auf heuer 768,2 Millionen Dollar) und einen Verlust von 83,7 Millionen Dollar oder 1,01 Dollar je Anteilschein ausweisen und zog damit den Hersteller insgesamt ins Minus.

Veritas Software, nach der Übernahme von Seagate Software Marktführer im Backup-Bereich, hat für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres einen Nettoverlust von 183,6 Millionen Dollar oder 1,07 Dollar pro Aktie ausgewiesen. Abzüglich außergewöhnlicher Belastungen betrug der Pro-forma-Profit 38,9 Millionen Dollar oder 21 Cent je Anteilschein. Die Analysten hatten mit weniger, nämlich 17 Cent gerechnet. Die Einnahmen von Veritas betrugen 183,4 Millionen Dollar und lagen damit deutlich über denen des Vorjahresquartals (105,1 Millionen). Gleichzeitig kündigte der Hersteller einen Aktiensplit an.

Nach seiner jüngst ausgesprochenen Gewinnwarnung (CW Infonet berichtete) hat Wechselmedienspezialist Iomega ("Zip", "Jaz", "Clik") für sein drittes Fiskalquartal ein Minus von 78,3 Millionen Dollar oder 29 Cent pro Aktie ausgewiesen. Ein Jahr zuvor lag der Fehlbetrag bei 14,8 Millionen Dollar oder sechs Cent je Anteilschein. Die Einnahmen der Herstellers betrugen 356,6 Millionen Dollar und lagen damit unter denen des Vorjahresquartals (391,8 Millionen Dollar).