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Webvan beantragt Gläubigerschutz

16.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vier Tage nach Schließung und der Entlassung aller 2.000 Angestellten hat das in Bedrängnis geratene kalifornische Dotcom-Unternehmen Webvan Gläubigerschutz nach dem US-Konkursrecht beantragt (Computerwoche online berichtete). Der Mitte 1999 gestartete, aber immer defizitäre Online-Lebensmittellieferant, zählte zuletzt 750.000 aktive Kunden in San Franzisko, Los Angeles, Orange County, San Diego, Seattle, Chikago und Portland.

Bereits im April 2001 hatte George Shaheen das Handtuch als Chief Executive Officer (CEO) geworfen (Computerwoche online berichtete). Der Old-Economy-Veteran hatte die Geschäftswelt 1999 mit seinem Wechsel zu dem jungen Startup verblüfft. Zuvor war Shaheen über 30 Jahre lang bei der Beratungsgesellschaft Andersen Consulting (jetzt Accenture) tätig gewesen, zuletzt als Unternehmenschef.