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Webmergers.com: Mit dem Platzen der Dotcom-Blase starben fast 5000 Firmen

12.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seit der Spitze des Dotcom-Hypes vor gut drei Jahren wurden fast 5000 Internet-Firmen in den USA übernommen oder stellten ihren Geschäftsbetrieb ein. Zu diesem Ergebnis kommt die US-Marktforschungfirma Webmergers.com in einer aktuellen Studie. Wie die Untersuchung weiter ergab, wurden seit Januar 2000 fast 3900 Dotcoms zu einem Gesamtbetrag von mehr als 200 Milliarden Dollar aufgekauft, die Elefantenhochzeit zwischen America Online und Time Warner nicht miteingerechnet. Das stärkste Quartal für Merger und Akquisitionen war der erste Dreimonatszeitraum 2000 mit einem Volumen von 52,8 Milliarden Dollar und 265 Deals. Seitdem ist die Zahl der Übernahmen von Online-Firmen - und insbesondere deren Handelswert - stark gesunken: Seit Jahresbeginn zählte Mergers.com lediglich 78 Dotcoms, die für insgesamt 600 Millionen Dollar akquiriert wurden. Im Schlussquartal 2002 wechselten noch 212

Internet-Unternehmen für 5,4 Milliarden Dollar den Besitzer.

Wie die Marktforschungsfirma aus San Francisco weiter herausfand, ging in den letzten drei Jahren bei mindestens 962 Internet-Unternehmen das Licht endgültig aus - von insgesamt 7000 bis 10.000 aktiven und finanziell gut aufgestellten Firmen. Der Großteil der Pleiten und Übernahmen kam aus den Reihen der klassischen E-Commerce- und Content-Anbieter: 608 Unternehmen gingen pleite, 1761 Firmen wurden akquiriert. Tim Miller, President von Webmergers, geht jedoch davon aus, dass die Marktbereinigung nun nahezu abgeschlossen ist und sich eine zweite Welle mit schnellem, aber diesmal gesundem Wachstum anbahnt. (mb)