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VMware bietet vorkonfigurierte virtuelle Maschinen

08.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Virtualisierungsspezialist VMware startet am 13. Juni das "VMware Technology Network" (VMTN). Es handelt sich um ein Netz für Entwickler, die zum Preis von 299 Dollar pro Jahr ein Abonnement erwerben können. Dieses enthält Produkte und Services. Produktseitig umfasst es Lizenzen für die VMware-Angebote "Workstation 5", "P2V" (zur Migration physikalischer Systeme in virtuelle), die Entwicklerversion von "ESX Server" mit Virtual SMP und den "GSX Server". Die beiden letzten Programme sind limitiert auf zwei CPUs; ferner sind sie weder Cluster-fähig, noch gestatten sie Booten vom SAN.

Grundlage der Services im VMTN ist die Web-Seite www.vmtn.net. Hier gibt es technische Informationen, eine Wissensdatenbank und ein Forum, in dem Programmierer ihre Entwicklungen für andere Anwender zur Verfügung stellen können. Für alle VMware-Anwendungen gibt es kostenlose Upgrades und bis zu zwei Anfragen freien Support.

Der Clou sind die im VMTN zur Verfügung gestellten vorkonfigurierten virtuellen Maschinen. Abonnenten können sie herunterladen und ersparen sich somit den Aufwand für eigene Konfigurationsarbeiten. Derzeit ist das Angebot ausgeprägt Linux-orientiert; die ersten Partner von VMware sind Novell, Red Hat, MySQL und Oracle (nur mit der Datenbank 10g). Man kann also beispielsweise eine vorkonfigurierte virtuelle Maschine mit Linux und Oracle 10g erhalten. VMware betont, für alle Softwareanbieter und Open-Source-Projekte offen zu sein, um das Angebot an vorkonfigurierten Maschinen zu erweitern.

Die Verwendung der vorkonfigurierten virtuellen Maschinen ist durch die Lizenz beschränkt auf Entwicklung und Tests. Sie dürfen nicht übernommen werden für produktive ESX- und GSX-Umgebungen. Allerdings ist das VMTN-Abo übertragbar auf andere Mitarbeiter in einem Unternehmen. Zum Abo gibt es für 99 Dollar ein "Media-Kit" mit CDs und Handbüchern. (ls)