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Verkauf soll Geld in Lucents Kassen spülen

15.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finanziell arg gebeutelte US-Netzwerkspezialist Lucent Technologies prüft nun offiziell den Verkauf seiner Glasfaserkomponenten-Einheit Optical Fiber Solutions, um seine Finanzlage zu verbessern. Eine weitere Alternative sei die Gründung eines Joint Ventures mit einem Konkurrenzunternehmen. Die in Georgia, Atlanta, ansässige Lucent-Division beschäftigt 6300 Angestellte und führt derzeit ein Milliarden Dollar schweres Expansionsprogramm durch, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Mit dem Verkauf von Optical Fiber Solutions wollen die Netzwerker internen Quellen zufolge zwischen acht bis zehn Milliarden Dollar einnehmen. Als Kauf- oder Joint-Venture-Interessenten gelten unter anderem Alcatel, Corning, Tyco International, JDS Uniphase und Pirelli.

Die Finanzspritze hätte Lucent bitter nötig. Das Unternehmen wies in seinem ersten Fiskalquartal 2001 einen Nettoverlust von 1,02 Milliarden Dollar aus. Inzwischen hat die Company 10.000 Mitarbeiter entlassen und sich einen Überbrückungskredit in Höhe von 6,5 Milliarden Dollar gesichert (Computerwoche online berichtete).