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Utimaco sieht Silberstreif am Horizont

27.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Sicherheitsanbieter Utimaco Safeware hat in seinem zweiten Geschäftsquartal zwar einen höheren Nettoverlust als im Vorjahreszeitraum ausgewiesen, rechnet im laufenden Quartal jedoch mit einem besseren Betriebsergebnis als ein Jahr zuvor. Für das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen aus Oberursel insgesamt ein positives Betriebsergebnis.

Utimaco verbuchte im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 4,7 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte das Minus nur 1,2 Millionen Euro betragen. Das jüngste Ergebnis wurde unter anderem durch Restrukturierungsausgaben für die Abspaltung der Geschäftsfelder Network Security und Security Modules in Höhe von 3,8 Millionen Euro belastet. Zudem schlugen anteilige Verluste von assoziierten Unternehmen in Höhe von 1,8 Millionen Euro negativ zu Buche. Den Umsatz konnte der Sicherheitsexperte um neun Prozent auf 10,7 Millionen Euro steigern. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2001 über fünf Millionen Euro.

Trotz eines besseren Betriebsergebnisses geht Utimaco für das dritte Geschäftsquartal von einem im Jahresvergleich rückläufigen Umsatz aus. Das liege daran, dass die Einnahmen der aufgegebenen Geschäftsbereiche erst mittelfristig kompensiert werden könnten.

Die Anleger reagierten erfreut auf die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens: Das Utimaco-Papier stieg am heutigen Mittwochvormittag um 5,56 Prozent auf 1,90 Euro (Stand: 9:57 Uhr). (ka)